Letztes Update:
20210104144744

Wirtschaftsverbände fordern Verbesserungen bei Impfstrategie

14:45
04.01.2021
Wirtschaftsverbänden geht das Impfen gegen die Corona-Pandemie zu langsam - sie fordern deshalb eine Strategie für mehr Tempo. «Unnötig lange Einschränkungen des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft, nur weil das Impfkonzept der Bundesregierung und der Länder zu scheitern droht, wären nicht hinnehmbar», sagte das Geschäftsführende Vorstandsmitglied des Landesverbands der Industrie, Wolfgang Wolf, am Montag. «Wir starten in ein weiteres Jahr völliger Ungewissheit», sagte er. Eltern wüssten nicht, ob ihre Kinder in den kommenden Wochen durchgängig betreut würden, Ladenbesitzer nicht, wann sie wieder öffnen dürften, Betriebe nicht, wie lange ihre Produkte noch Abnehmer fänden.

Der Arbeitgeberverband verwies auf andere Länder, in denen das Impfen trotz vergleichbarer Standards deutlich schneller gehe, allen voran Israel. Es sei unangemessen, Kritik am hiesigen Beschaffungskonzept als «Impfnationalismus» abzutun, und fahrlässig, ausgerechnet bei diesem Thema zu sparen. Gegebenenfalls müssten auch Notfallzulassungen anderer Impfstoffe geprüft werden. «An jedem weiteren Tag, an dem dieser Zustand anhält, spitzt sich die zum Teil jetzt schon dramatische Situation in den Unternehmen weiter zu», sagte Hauptgeschäftsführer Peer-Michael Dick. «Wir brauchen daher dringend eine verlässliche Perspektive, zu der auch eine deutliche Beschleunigung bei den Impfungen gehört.»

(dpa)

Umfrage: Fast die Hälfte der Deutschen sieht Impfstrategie skeptisch

13:55
04.01.2021
Die Deutschen haben eine geteilte Meinung zur Verteilung des Impfstoffes gegen das Coronavirus. 44 Prozent seien nicht vom Impfkonzept der Bundesregierung überzeugt. Das ergab eine repräsentative Umfrage von Civey im Auftrag der «Augsburger Allgemeinen» (Dienstag). Knapp 40 Prozent hätten hingegen großes Vertrauen in die Verteilungsstrategie der Regierung, der Rest sei unentschieden.

Vor allem Menschen im Alter von 40 bis 49 Jahren stehen dem Impfkonzept laut Umfrage kritisch gegenüber. Jüngere Menschen von 18 bis 39 hingegen vertrauten meist auf die Strategie in Deutschland.

SPD und FDP kritisierten die aktuelle Corona-Impfstrategie der Bundesregierung. Sie forderten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf, sich einzuschalten. Merkel solle im Bundestag erklären, wie das Impfen doch noch erfolgreich weitergehen soll, sagte FDP-Fraktionsvize Michael Theurer. Hintergrund ist Kritik an einer zu geringen Zahl an Impfdosen und ein langsames Tempo bei den Impfungen in Deutschland.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen