Letztes Update:
20201230142152

Paul-Ehrlich-Institut: Corona-Impfungen auch für Allergiker geeignet

14:20
30.12.2020
Menschen mit allergischen Erkrankungen haben generell kein höheres Risiko für schwerwiegende unerwünschte Wirkungen bei der Corona-Impfung. Das habe eine eingehende Prüfung der Datenlage durch Experten des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) und der Europäischen Arzneimittelbehörde ergeben, teilte das PEI mit. Bekannte Allergien gegenüber Lebensmitteln und Medikamenten seien deshalb laut der EMA-Zulassung keine Kontraindikation gegen den derzeit in Deutschland eingesetzten Impfstoff.

In Großbritannien war es nach Beginn der Impfungen mit dem Impfstoff «Comirnaty» der Unternehmen Biontech und Pfizer in Einzelfällen zu schweren allergischen Reaktionen gekommen. Die britischen Behörden empfahlen daraufhin, Menschen nicht zu impfen, die schon einmal eine schwere allergische Reaktion auf einen Impfstoff, ein Medikament oder auf ein Lebensmittel hatten. In der Zulassungs-Studie waren Patienten mit schweren Allergien ausgeschlossen.

Mögliche Auslöser der beobachteten schwerwiegenden Reaktionen könnten der Wirkstoff oder eingesetzte Hilfsstoffe sein. Dazu gehörten die PEG (Polyethylenglykol)-haltigen Nanopartikel, in denen der Wirkstoff verpackt ist. Personen, die eine bekannte Allergie gegen Inhaltsstoffe des Impfstoffes haben, sollten PEI und EMA zufolge nicht geimpft werden. Grundsätzlich könnten sich aber auch Allergiker gegen Covid-19 impfen lassen. Bei Menschen, die auf die erste Dosis allergisch reagieren, sollte die zweite Dosis nicht verabreicht werden. Grundsätzlich solle jede Person 15 Minuten nach der Impfung beobachtet werden, eine angemessene medizinische Behandlung für schwere allergische Reaktionen bereitstehen.

(dpa)

RB-Trainer Nagelsmann: Fußball muss seine Lehren aus Corona ziehen

14:19
30.12.2020
Trainer Julian Nagelsmann vom Fußball-Bundesligisten RB Leipzig hat gefordert, dass der Fußball seine Lehren aus der Corona-Pandemie ziehen muss. Im Interview von «tz/Münchner Merkur» (Donnerstag/Freitag) sagte Nagelsmann, viele Clubs würden zukünftig mit mehr Bedacht agieren. Die finanziellen Einbußen seien im Fußball, wie auch in anderen Branchen, nicht von der Hand zu weisen. «Die grundmonetäre Voraussetzung ist im Fußball oft eine andere gewesen und das ist der springende Punkt, weshalb Bundesliga-Klubs aktuell noch besser überleben können als andere Wirtschaftsunternehmen. Weil in dieser Branche einfach unglaublich viel Geld vorhanden ist», sagte der Fußballlehrer.

Als seinen Lichtblick im Lockdown bezeichnete Nagelsmann, «dass man auch in guten Zeiten, wenn die Pandemie hoffentlich bald überstanden ist, gemeinschaftlich Dinge voranbringen kann. Und nicht nur zusammensteht, wenn ein rauer Wind weht.»

Dass der Fußball die Corona-Zeit genutzt hat, um soziale Zeichen zu setzen, findet Nagelsmann gut. «Es waren viele gute Aktionen dabei. Ich glaube aber auch, dass viele Fußballer oder Sportler sich engagieren, ohne dass sie in der Öffentlichkeit erscheinen – weil nicht jeder darüber sprechen will oder muss. Trotzdem ist es ab einem gewissen Punkt aber auch wichtig, Dinge öffentlich zu machen. So wie es Joshua Kimmich und Leon Goretzka mit We kick Corona gemacht haben. Um einfach Aufmerksamkeit herzustellen und andere Leute zu animieren, bei solchen Aktionen mitzumachen. Das war das richtige Zeichen», sagte Nagelsmann.

(dpa)

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