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Impfchaos? Lucha wehrt sich gegen Vorwürfe der Überforderung

13:03
30.12.2020
Aus Sicht der Opposition ist Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) mit dem Management der Coronakrise überfordert - Lucha hat sich nun mit bissigen Worten verteidigt. «Wer nicht am Steuer sitzt und seit Jahren keine Verantwortung trägt, kann von der Sofakante aus leicht schimpfen», sagte der Grünen-Politiker in Richtung von FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke. Der hatte Lucha am Mittwoch vorgeworfen, vollständig überfordert zu sein, zu wenig Impfstoff bestellt zu haben und die Vergabe von Impfterminen nicht in den Griff zu bekommen.

«So wenig Fachkenntnis und so viel Ahnungslosigkeit hätte ich selbst bei Herrn Rülke nicht erwartet», sagte Lucha der dpa. Den Impfstoff bestelle nicht das Land, sondern die EU beziehungsweise der Bund. Es könnten zudem nur nur so viele Impf-Termine vergeben werden, wie Impfdosen vorhanden seien. «Das sollte ein ehemaliger Lehrer eigentlich ausrechnen können: Wenn ich in einer ersten Tranche knapp 10 000 Impfdosen erhalte, kann ich nicht ein paar Millionen Menschen impfen.» Ein Blick über den Tellerrand würde manchem Landespolitiker hierzulande gut tun.

(dpa/lsw)

Corona-Krise beschert Stuttgarter Börse starken Umsatzanstieg

12:46
30.12.2020
Das turbulente Börsenjahr 2020 hat der Stuttgarter Börse das umsatzstärkste Jahr seit langem beschert. Der Handelsplatz setzte voraussichtlich rund 111,4 Milliarden Euro um, wie Börsen-Chef Michael Völter am Mittwoch mitteilte. Damit liege der Umsatz über die verschiedenen Anlageklassen hinweg rund 63 Prozent über dem Vorjahresniveau und habe den höchsten Stand seit 2008 erreicht. «Die Deutschen haben in der Coronakrise die Wertpapiere für sich entdeckt.»

Der Dax ist seit Jahresbeginn gerechnet um rund 4 Prozent gestiegen. Den letzten Schub zum Rekord gaben dem Dax nach Weihnachten der Brexit-Deal und das US-Konjunkturpaket. Völter verwies darauf, dass es im Jahr der Corona-Pandemie ein Auf und Ab bei den Kursen gab. Das böse Erwachen kam ausgerechnet am Rosenmontag, dem 24. Februar. Statt ausgelassener Karnevalsfreude herrschte an der Börse auf einmal Alarmstimmung: Die rasche Ausbreitung des Virus in Ländern außerhalb Chinas riss den Dax in die Tiefe. Die steile Talfahrt endete erst gut drei Wochen später, am 16. März, bei 8255 Punkten. Erst voluminöse Geldspritzen der Notenbanken und Regierungen für die unter Lockdowns leidende Wirtschaft brachten eine außergewöhnlich schnelle Wende.

Die Börse in Stuttgart ist auf den Privatanleger spezialisiert. Der Handel mit Kryptowährungen etwa wird zunehmend beliebt. So wurden über die speziell dafür entwickelte App mit dem Namen Bison im Jahr 2020 Digitalwährungen im Volumen von rund 1,3 Milliarden Euro gehandelt. Inzwischen gebe es rund 216 000 aktive Nutzer, sagte Völter weiter. Der älteste Nutzer sei 92 Jahre alt.

(dpa/lsw)

Nach Verwirrung: Corona-Abstriche bei Tournee nun in der Nase

12:46
30.12.2020
Nach den Turbulenzen um unterschiedliche Corona-Testergebnisse beim Auftakt der Vierschanzentournee haben die Verantwortlichen Konsequenzen gezogen. Im Testzentrum Waltenhofen im Allgäu wurden am Mittwoch die Corona-Abstriche vor der zweiten Station in Garmisch-Partenkirchen in der Nase genommen, wie die Verantwortlichen vor Ort bestätigten. Die erste Serientestung vor Beginn des Skisprung-Spektakels (26. und 27. Dezember) war am gleichen Ort noch mit Abstrichen im Mundraum durchgeführt worden.

Der polnische Springer Klemens Muranka und ein deutscher Physiotherapeut wurden dabei positiv getestet. Weitere Tests ergaben aber bei beiden negative Resultate. Die für Oberstdorf schon ausgeschlossenen Polen durften nach einer Entscheidung des Ski-Weltverbandes Fis doch noch mitspringen. Vor dem Tournee-Auftakt waren insgesamt 760 PCR-Tests genommen worden. Zwischen Oberstdorf und Garmisch müssen sich erneut alle Beteiligten auf das Coronavirus testen lassen.

(dpa)

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