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Spahn bittet um Verständnis für Anlaufschwierigkeiten bei Impfungen

12:28
30.12.2020
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat um Verständnis für teils auftretende Anlaufschwierigkeiten bei der Organisation von Corona-Impfungen gebeten. Es werde alles dafür getan, schnellstmöglich so viel Impfstoff für Deutschland zur Verfügung zu haben, wie es gehe, sagte er am Mittwoch in Berlin. Eine weitere Lieferung sollte nach seinen Worten noch am selben Tag erfolgen - auch mit Blick ins neue Jahr hinein. Die nächste sei dann «rund um Ende der nächsten Woche» vorgesehen, dazu gebe es noch Abstimmungen mit den Ländern.

Im Januar seien dann jede Woche reguläre Lieferungen geplant, idealerweise jeweils am selben Wochentag, sagte Spahn. Er wies darauf hin, dass es für den Hersteller Biontech das erste Produkt überhaupt ist.

Für Berlin wird es in der ersten Woche des neuen Jahres keinen weiteren Impfstoff geben. «Wir haben jetzt vom Bundgesundheitsministerium die Nachricht bekommen, dass die Lieferung in der ersten Kalenderwoche ersatzlos ausfällt», sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Erst ab 11. Januar solle es weitergehen. «Das bringt uns jetzt in sehr große Schwierigkeiten, da wir aufbauend auf diese Zusagen unsere Planungen gemacht haben.» Berlin hätte demnach ab 4. Januar 29 250 weitere Dosen erhalten sollen. «Ich habe die Bitte an den Bund, die Lieferung etwas stabiler und zügiger zu organisieren.»

Der Bund beschafft den Impfstoff zentral, die Lieferungen werden dann nach einem Schlüssel auf die Länder verteilt.

Spahn sagte, mit der generellen Knappheit zu Beginn müssten alle auch vor Ort umgehen. Dafür könne man nur um Geduld bitten. Spahn mahnte zugleich, nicht zu vergessen, dass es überhaupt schon so schnell in der Pandemie einen Impfstoff gebe. Dies sei Anlass zu Freude und Zuversicht.

(dpa)

Todeszahlen im November elf Prozent über Durchschnitt der Vorjahre

12:28
30.12.2020
Die Zahl der Todesfälle in Deutschland ist im November deutlich gestiegen. Nach vorläufigen Erkenntnissen des Statistischen Bundesamtes sind im vergangenen Monat elf Prozent oder 8186 mehr Menschen gestorben als im November-Schnitt der Vorjahre. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit Corona lag demnach bei 7335.

Deutschlandweit wurden insgesamt 84 480 Todesfälle gezählt. Zuletzt seien hierzulande im Jahr 1974 mehr als 80 000 Menschen in einem November gestorben. Wie die Statistiker am Freitag weiter mitteilten, war die Übersterblichkeit in Sachsen im letzten Monat besonders hoch. In dem Bundesland, das stark von Corona betroffen ist, starben im Vergleich zum November der Vorjahre 39 Prozent mehr Menschen.

(dpa)

RKI verzeichnet gut 78 000 Impfungen

12:27
30.12.2020
Bis Mittwochvormittag wurden 78 109 Corona-Impfungen an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der Geimpften um 37 273, wie aus RKI-Angaben von Mittwoch hervorgeht. Diese Zahl könne allerdings auch Nachmeldungen enthalten und spiegele somit nicht die Zahl der an einem Tag tatsächlich Geimpften wider, betont das RKI.

Unter den Geimpften sind 37 302 Bewohner von Pflegeheimen. 32 678 Personen erhielten die Impfung aus beruflichen Gründen, darunter fallen medizinisches Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko etwa in Notaufnahmen oder der Behandlung von Corona-Patienten sowie Personal in der Altenpflege. 20 913 Menschen wurden wegen ihres hohen Alters über 80 Jahre geimpft.

Die meisten Impfungen wurden bisher in Bayern erfasst (12 935), gefolgt von 11 385 in Nordrhein-Westfalen und 9 448 in Hessen. Eine Impfquote, also wie viele Menschen im Bezug auf die Gesamtbevölkerung geimpft wurden, nennt das RKI zu Beginn der Impfkampagne nicht, weil die Zahl der Geimpften insgesamt noch zu gering ist.

Derzeit ist nicht davon auszugehen, dass alle Geimpften bereits sicher vor der Erkrankung Covid-19 geschützt sind. Für einen vollständigen Schutz ist eine zweite Impfung nötig, die etwa drei Wochen nach der ersten fällig ist.

(dpa)

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