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Weiter Andrang in Wintersportorten - Appell: «Bleiben Sie zu Hause!»

14:04
29.12.2020
Nach dem Besucherandrang in einigen deutschen Wintersportgebieten über Weihnachten befürchten die Behörden eine neue Welle von Ausflüglern zu Silvester. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) appellierte am Dienstag mit Blick auf die Corona-Pandemie an die Bürger, auf Kurztrips nach Winterberg im Sauerland zu verzichten.

«Große Menschenansammlungen erhöhen das Risiko einer weiteren Ausbreitung der Pandemie», mahnte er. «Mein Appell lautet daher: Bleiben Sie zu Hause!» Das Land unterstütze Winterberg bei allen Maßnahmen, um weitere Tagestouristen von der Anreise abzuhalten, sagte Laschet der Deutschen Presse-Agentur. «Wir sind bereit, auch kurzfristig mehr Einsatzkräfte zu schicken.» Verstöße gegen Corona-Regeln würden konsequent geahndet.

Dabei geht es vor allem ums Rodeln, Spazierengehen und Wandern, denn Skilifte stehen wegen der Maßnahmen gegen die Pandemie still. Trotzdem hatten sich bereits am Dienstagmorgen wieder zahlreiche Ausflügler auf den Weg nach Winterberg gemacht. Tagesbesucher hatten schon am Sonntag und Montag für ein Verkehrschaos mit überfüllten Parkplätzen und kilometerlangen Staus gesorgt.

Ähnlich sah es am Fichtelberg im Erzgebirge aus. In Oberwiesenthal leitete die Polizei am Sonntag 64 Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstößen gegen die sächsische Corona-Schutzverordnung ein. Am Montag wurden 24 Anzeigen aufgenommen, wie die Chemnitzer Polizeisprecherin Jana Ulbricht am Dienstag auf Anfrage mitteilte. Nach der aktuellen sächsischen Corona-Schutzverordnung darf die Wohnung nur mit einem triftigen Grund verlassen werden.

Im Hunsrück ist die Hauptzufahrt zum Wintersportgebiet Erbeskopf seit Dienstagmorgen gesperrt. «Man will verhindern, dass Massenverkehr dort hoch fährt», sagte der Betriebsleiter des Zentrums, Klaus Hepp. Am Montag und am Sonntag seien jeweils Tausende Besucher zum höchsten Berg von Rheinland-Pfalz gekommen. «Es hat wirklich chaotische Zustände gegeben.»

Auch die Eifelgemeinde Hellenthal appellierte an Ausflügler, auf die Anreise zu verzichten. Dienstag sei bereits der vierte Tag in Folge mit einem «extremen Besucheransturm», sagte Bürgermeister Rudolf Westerburg der dpa. Er schätzte, dass in den vergangenen Tagen jeweils etwa 1500 bis 2000 Besucher in die Region gekommen sind.

(dpa)

Fast 42.000 Menschen in Deutschland gegen Corona geimpft

14:03
29.12.2020
Bis einschließlich Montag haben in Deutschland 41.962 Menschen die erste Dosis des Corona-Impfstoffs erhalten. Das berichtete das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstag. Der Anstieg im Vergleich zum Vortag betrug demnach 19.084 Impfungen. Das ist allerdings nicht die Zahl der an einem Tag tatsächlich Geimpften, sondern kann auch Nachmeldungen einschließen, wie das RKI schreibt.

Die Daten legten nahe, dass in den ersten Tagen - entsprechend der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission - vor allem mobile Impfteams in Altenheimen impften, erläutert RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher mit Blick auf die eher geringe Zahl an Impfungen bundesweit. Das sei sicherlich aufwändiger, als Impfungen in gut organisierten Impfzentren durchzuführen. Ob und wie viele mobile Impfteams zum Einsatz kämen und wann die Impfzentren an den Start gingen, entschieden die Bundesländer.

Eine Impfquote, also den Anteil der Geimpften an der Gesamtbevölkerung, nennt das RKI zunächst nicht. Dazu sei die Zahl der Geimpften derzeit noch zu gering, sagte Glasmacher.

Erfasst werden derzeit Impfungen mit der ersten Impfdosis. Eine zweite Impfung ist etwa drei Wochen nach der ersten fällig, um einen vollständigen Impfschutz zu erzielen. Es ist somit nicht davon auszugehen, dass alle Geimpften bereits sicher vor der Erkrankung Covid-19 geschützt sind.

(dpa)

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