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20201229044814

Bundesstelle: Corona beschleunigt Diskriminierungen

04:46
29.12.2020
Die Corona-Pandemie hat nach Angaben der zuständigen Bundesbehörde zu einer starken Zunahme von Diskriminierungsfällen geführt. Corona habe «für die Diskriminierung einzelner Gruppen von Menschen wie ein Brandbeschleuniger gewirkt», sagte der Leiter der Anti-Diskriminierungsstelle des Bundes, Bernhard Franke, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Zahl der Beratungsanfragen sei bis Ende November auf mehr als 6000 Fälle gestiegen, gegenüber 3200 im Vergleichszeitraum 2019. Bei rassistischen Diskriminierungen habe es bis Oktober eine Zunahme von über 70 Prozent gegeben.

Zu Beginn der Pandemie seien zunächst asiatisch aussehende Menschen diskriminiert worden, später seien Wohnhäuser von Sinti und Roma publikumswirksam abgeriegelt worden. «Menschen mit türkischem oder arabischem Hintergrund fühlten sich unter Generalverdacht gestellt, weil einzelne Hochzeitsfeiern zu Infektionssprüngen geführt hatten.» Dabei sei auch anderswo gefeiert worden, in bayerischen Dörfern etwa.

Allerdings hätten sich «auch Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker wegen der Maskenpflicht als Diskriminierungsopfer stilisiert». Es handele sich aber nicht um Diskriminierung nach dem Gesetz, wenn man das Maskentragen grundsätzlich ablehne, weil man das Virus für ungefährlich oder für den Teil einer Verschwörung halte.

(dpa)

«SZ»: CSU verlangt 5000 Euro Prämie für neue Pflegekräfte

04:45
29.12.2020
Die CSU-Bundestagsabgeordneten wollen nach einem Medienbericht auf ihrer bevorstehenden Klausurtagung unter anderem eine Prämie von 5000 Euro für neue Pflegekräfte fordern. Dies geht aus der Beschlussvorlage hervor, die der «Süddeutschen Zeitung»
(Dienstag) vorliegt. Die Annahme des Papiers auf der Winterklausur am 6./7. Januar gilt als sicher. Es sieht vor, dass die Prämie jungen Kräften «nach Beendigung der Ausbildung ausbezahlt wird, wenn sie weiter im Pflegeberuf arbeiten».

Mit einer fünf Milliarden Euro teuren Investitionsoffensive will die CSU zudem sicherstellen, «dass die Krankenhäuser auf dem Land erhalten bleiben und Gesundheitsversorgung auf hohem Niveau gewährleisten», wie die Zeitung weiter zitiert.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte der Zeitung: «Auf das Jahr 2020 der Herausforderungen mit Corona muss jetzt mit 2021 ein Jahr der neuen Chancen folgen. Dafür stellen wir eine stärkere Unterstützung von Familien, die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, mehr Förderung von Frauen und die soziale Frage von guter und bezahlbarer Pflege in den Mittelpunkt unserer Politik.»

(dpa)

Neue Rekorde an US-Börsen dank Corona-Hilfspaket

04:44
29.12.2020
Die Unterschrift von US-Präsident Donald Trump unter ein weiteres milliardenschweres Corona-Konjunkturpaket hat den US-Börsen am Montag neue Rekorde beschert. Der Dow Jones Industrial kletterte um 0,68 Prozent auf 30 403,97 Punkte. Auch der marktbreite S&P 500 und die Auswahlindizes an der technologielastigen Nasdaq-Börse schwangen sich kurz vor dem Jahresende zu neuen historischen Höchstmarken auf.

US-Präsident Trump hatte am Wochenende seinen Widerstand gegen ein vom Kongress mit überparteilicher Mehrheit beschlossenes Corona-Konjunkturpaket in Höhe von rund 900 Milliarden US-Dollar aufgegeben. Damit gab er zudem einen Teil des Haushalts der Regierung frei - andernfalls wäre es am Dienstag zum sogenannten Shutdown gekommen, also einem zumindest teilweisen Stillstand in Behörden und der Regierungsgeschäfte.

Der S&P 500 gewann daraufhin 0,87 Prozent auf 3735,36 Zähler. Für den Nasdaq 100 ging es um 1,01 Prozent auf 12 838,86 Punkte noch etwas stärker aufwärts.

(dpa)

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