Letztes Update:
20201228120728

SPD-Gesundheitsexperte: Ohne Corona-Maßnahmen 250 000 Tote

12:06
28.12.2020
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geht davon aus, dass die Zahl der mit oder am Coronavirus gestorbenen Menschen in Deutschland heute ohne die seit März ergriffenen Maßnahmen um ein Vielfaches höher wäre. Die Zahl lasse sich zwar schwer ermitteln, weil die Menschen sich aus Angst vor dem Virus stark zurückgezogen hätten, sagte Lauterbach der Deutschen Presse-Agentur. «Sicherlich wären aber bisher 250 000 Menschen in Deutschland gestorben und wir hätten noch immer keine vollständige Herdenimmunität», fügte er hinzu.

Die Zahl der mit oder an dem Coronavirus gestorbenen Menschen in Deutschland hatte zu Wochenbeginn die Grenze von 30 000 überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden 348 weitere Todesfälle - damit stieg die Zahl auf 30 126, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen bekannt gab. Darüber hinaus wurden 10 976 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der Neuinfizierten und der Opfer sind aber nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar, da das RKI während der Feiertage und zum Jahreswechsel hin mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern rechnete.

(dpa)

Erste Impftermine im Südwesten alle vergeben

11:30
28.12.2020
Die ersten Termine für die Corona-Impfung im Südwesten sind bereits alle vergeben. Von den am Wochenende angebotenen Impfterminen seien keine mehr verfügbar, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Dies sei auch durch die noch geringe Verfügbarkeit des Impfstoffs bedingt. In einer ersten Charge waren am Wochenende 9750 Dosen an das Land geliefert worden. Den Großteil der Impfungen gab es bislang in Alten- und Pflegeheimen, da die Menschen dort zu den am stärksten durch die Pandemie Gefährdeten gehörten, so der Sprecher. In den kommenden Wochen rechnet das Land mit rund 90 000 Dosen des Corona-Impfstoffs pro Woche. Es würden dann nach und nach auch mehr Termine bei den Impfzentren zur Verfügung stehen.

Der Start der Impfungen ist nach Ansicht des Ministeriums gut gelaufen. Pannen wie etwa in Bayern mit unterbrochenen Kühlketten beim Impfstoff habe es keine gegeben. In ganz Deutschland und den Ländern der EU hatte es am Sonntag die ersten Impfungen gegen das Coronavirus gegeben.

(dpa/lsw)

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