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20201228103616

Nur jeder Zehnte glaubt an Urlaub ohne Grenzen im Sommer

09:32
28.12.2020
Nur jeder zehnte Deutsche glaubt daran, dass man im Sommer nächsten Jahres trotz Corona-Pandemie wieder überall Urlaub machen kann. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur vertraten nur 9 Prozent die Auffassung, dass unbegrenztes Reisen dann wieder möglich sein wird. 77 Prozent glauben nicht daran. 13 Prozent machten keine Angaben.

Wegen der hohen Infektionszahlen hat die Bundesregierung fast 150 der insgesamt rund 200 Länder weltweit als Risikogebiete eingestuft und eine Reisewarnung für sie ausgesprochen. Für acht weitere Länder gilt das teilweise. Die Reisewarnungen des Auswärtigen Amts bedeuten zwar kein Reiseverbot, sollen aber eine möglichst große abschreckende Wirkung auf Touristen haben.

Außenminister Heiko Maas hofft, dass die Situation im nächsten Jahr zumindest besser als im vergangenen Sommer wird. «Das hängt davon ab, wie wir uns in den kommenden Wochen und Monaten verhalten werden», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Wenn jeder seinen Beitrag dazu leistet, Infektionen zu verhindern, wenn wir mit dem Impfen Schritt für Schritt vorankommen, dann hoffe ich, dass wir im Sommer zumindest nicht mehr die Restriktionen haben, die wir im vergangenen Sommer hatten.»

In diesem Jahr war Sommerurlaub nur unter strikten Hygienevorschriften möglich. Im Herbst hat sich die Situation wegen der zweiten Corona-Welle noch einmal dramatisch verschlechtert. Auf dem europäischen Festland gibt es nur noch in Frankreich, Griechenland, Finnland, Norwegen und Österreich (zwei Gemeinden an der deutschen Grenze) Regionen, die nicht als Risikogebiete eingestuft sind. Hinzu kommen einzelne Regionen in Irland sowie die portugiesische Insel Madeira, ein Großteil der griechischen Inseln, die britische Isle of Man und die Kanalinsel Guernsey sowie die dänischen Inseln Grönland und Färöer.

(dpa)

Stiko: Baldige Klarheit über Impfstoffwirkung gegen Corona-Mutation

09:32
28.12.2020
In ein bis zwei Wochen sollen verlässliche Daten vorliegen, ob der derzeit in Deutschland verteilte Impfstoff auch gegen die in Großbritannien aufgetauchte Mutation des Coronavirus wirkt. «Nach den bisher vorliegenden Daten scheint es so zu sein, dass der Impfstoff noch wirken sollte», sagte Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut (RKI), am Montag im ZDF-«Morgenmagazin». Es seien aber noch Untersuchungen nötig, die derzeit unter anderem Biontech durchführe, der Hersteller des Impfstoffs. «Wir denken und hoffen, dass wir in etwa ein bis zwei Wochen die Ergebnisse haben werden, so dass man dann ganz sicher sagen kann, wie er wirkt», sagte Mertens weiter.

In Großbritannien war zuletzt eine neue Variante des Coronavirus aufgetaucht, die möglicherweise deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form ist. Die meisten EU-Staaten hatten daraufhin entschieden, Reisen aus und nach Großbritannien vorübergehend weitgehend einzuschränken.

Stiko-Chef Mertens wies am Montag außerdem darauf hin, dass der von Biontech entwickelte mRNA-Impfstoff auch in «relativ kurzer Zeit» nachjustiert werden könnte.

(dpa)

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