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Kurz gegen einheitliche Regeln für Wintersportsaison im Alpenraum

14:46
25.11.2020
Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz lehnt eine länderübergreifend spätere Öffnung der Wintersportgebiete in der Corona-Krise ab. Öffnungsschritte in allen Bereichen, darunter der Sport, würden von den Staaten unterschiedlich gehandhabt, sagte Kurz am Mittwoch auf eine Frage bei einer Pressekonferenz in Wien. «Das hängt immer mit den Infektionszahlen zusammen und zwar den Infektionszahlen bei uns in Österreich.» Österreich setzt darauf, mit Lockdown und Massentests die Corona-Zahlen im Dezember zu senken.

«Ich kann Ihnen nur sagen, wenn jemand alleine laufen geht im Moment, dann ist das ähnlich gefährlich, wie wenn jemand alleine eine Skitour geht», so Kurz. «Wenn jemand einen Lift verwendet, dann ist das ähnlich, wie wenn er ein öffentliches Verkehrsmittel verwendet. Anhand dieser Gesichtspunkte muss man Entscheidungen treffen.»

Dass es internationale Abstimmungen dazu gebe, sei «übertrieben», sagte Kurz. Einige Länder hätten lediglich einen Wunsch geäußert. «Ich hab sowohl mit dem Kommissionspräsidenten als auch dem Ratspräsidenten darüber gesprochen und ich hatte da den Eindruck, dass die Europäische Union jetzt nicht die Aufgabe sieht, hier Details für gewisse Länder vorzugeben.»

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte will Skigebiete angesichts der Corona-Pandemie mindestens bis zum 10. Januar geschlossen halten. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) unterstützte den Vorstoß. Auch der französische Präsident Emmanuel Macron sprach sich für ein Öffnen im Januar «unter guten Bedingungen» und eine Abstimmung mit den Nachbarländern aus. Österreichs Finanzminister Gernot Blümel forderte dagegen Entschädigungen in Milliardenhöhe von der EU, falls Skilifte über die Weihnachtsferien stillstehen sollen.

(dpa)

Vor Corona-Beratungen: Städtetagspräsident fordert gute Kommunikation

12:45
25.11.2020
Städtetagspräsident Burkhard Jung hat vor den Beratungen von Bund und Ländern über die weiteren Corona-Maßnahmen gute Kommunikation und klare Regeln gefordert. «Wir brauchen jetzt klare und nachvollziehbare Entscheidungen für die nächste Zeit. Und wir brauchen eine gute Kommunikation dazu, damit der Teil-Lockdown weiter akzeptiert wird», sagte der SPD-Politiker, der auch Oberbürgermeister von Leipzig ist, der «Rheinischen Post» (Mittwoch).

Bei Beratungen am Mittwochnachmittag wollen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie abstimmen. Im Vorfeld zeichnete sich eine Verlängerung des Teil-Lockdowns und eine Verschärfung einzelner Maßnahmen ab.

«Die Videoschalte von Bund und Ländern ist diesmal besonders wichtig, nicht nur, weil es beim letzten Mal so geruckelt hat», sagte Jung. Gerade wegen der Weihnachtszeit wollten die Menschen jetzt wissen, worauf sie sich einstellen könnten.

(dpa)

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