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Investor: Russischer Impfstoff 2021 für halbe Milliarde Menschen

11:57
24.11.2020
 Russland will im kommenden Jahr für eine halbe Milliarde Menschen seinen Corona-Impfstoff «Sputnik V» international auf den Markt bringen. Die Kosten sollen bei unter 20 Dollar für je zwei Impfdosen liegen, die pro Kopf nötig sind, wie der Russian Direct Investment Fund am Dienstag mitteilte. «Sputnik V» habe eine Wirksamkeit von 91,4 Prozent. Der Impfstoff soll unter anderem in Ungarn produziert werden, auch Indien, Brasilien und China haben sich schon angemeldet.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erwartet demnächst Studienergebnisse zu dem russischen Wirkstoff. Erst danach könne eine Bewertung abgegeben werden, sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Man sei «sehr, sehr erpicht» auf diese Daten. Ein breites Portfolio an Impfstoff-Kandidaten sei wichtig, da gerade am Anfang die Nachfrage nach Impfungen größer sein werde als das Angebot, sagte Kluge.

Das Moskauer Gamaleja-Forschungszentrum hatte den Corona-Impfstoff entwickelt, der schon im Sommer zur breiten Verwendung in der Bevölkerung freigegeben wurde - gegen internationale Bedenken. Der Impfstoff mit den Namen «Sputnik V» wurde vor Beginn der - inzwischen gestarteten- Phase III klinischer Studien genehmigt. Präsident Wladimir Putin hatte mehrfach betont, der Wirkstoff sei effektiv und ungefährlich. Selbst hat sich der 68-Jährige aber wohl noch nicht impfen lassen.

Die Corona-Lage in Russland ist derweil weiter ernst. Die Behörden meldeten am Dienstag 491 Tote - so viele wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen lag bei mehr als 24 300. Die Situation werde immer komplizierter, sei aber kontrollierbar, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.

(dpa)

Kurzarbeit in Schnellrestaurantketten bis Ende 2021

11:56
24.11.2020
Die Kurzarbeit in den Schnellrestaurantketten wird bis Ende 2021 verlängert. Darauf haben sich die im Bundesverband der Systemgastronomie organisierten Unternehmen mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten geeinigt, wie der Verband am Dienstag in München mitteilte. Die Umsatzeinbrüche in der Gastronomie haben auch Ketten wie McDonald's, Burger King und Nordsee hart getroffen, obwohl bei den allermeisten Unternehmen der Branche Straßenverkauf zum Standardangebot gehört. Laut Bundesverband hatten einige Mitgliedsunternehmen von März bis August Umsatzrückgänge von über 40 Prozent erlitten.

«Mit dieser Verlängerung der tariflichen Regelung wird ein Stück weit das Einkommen Tausender unserer Mitglieder und der Beschäftigten in der Systemgastronomie gesichert», erklärte NGG-Vize Freddy Adjan laut Mitteilung. Neben den deutschen Gesellschaften der großen US-Ketten gehören dem Verband auch einheimische Unternehmen wie Vapiano an. 2019 erwirtschafteten die Mitgliedsunternehmen mit über 120 000 Beschäftigten Mitarbeitern 6,8 Milliarden Euro.

(dpa)

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