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20201124115612

Experten warnen vor vermeintlichen Wundermitteln gegen Corona

11:55
24.11.2020
Experten warnen vor dubiosen Corona-Schutz-Versprechen bei Anbietern von Mitteln wie Ingwerextrakt und Hanföl. «Unter den Nahrungsergänzungsmitteln gibt es keine Wundermittel gegen Covid-19», betonte Friedel Cramer, Präsident des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), am Dienstag in Berlin. «Es ist meiner Meinung nach unerhört, wie manche Händler in der derzeitigen Situation versuchen, aus den Ängsten der Menschen Profit zu schlagen.» Nahrungsergänzungsmittel könnten Covid-19-Erkrankungen weder verhindern noch heilen. Sie dürften auch nicht mit krankheitsbezogenen Aussagen beworben werden.

In Deutschland haben die Kontrollstellen der Länder bereits 60 derartige Angebote im Internet gefunden. Im Zuge einer europaweiten Kontrollaktion wurden bisher 592 auffällige Internetseiten identifiziert. Die deutschsprachigen Angebote wurden laut BVL zur Überprüfung an die zuständigen Überwachungsbehörden weitergeleitet. Nach Kontrollen seien die Angebote geändert oder gelöscht worden.

Verbraucherzentralen warnen bereits seit Längerem vor unseriösen Anbietern und gehen dagegen vor. «Immer mehr Hersteller bewerben ihre Nahrungsergänzungsmittel oder Pflanzenextrakte mit angeblichem Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus. Doch das ist in der Regel nicht erlaubt», hieß es etwa in einer Mitteilung der Berliner Verbraucherzentrale vom Juni.

Sie ging unter anderem gegen ein Unternehmen vor, das damit warb, Hanföl könne die Empfänglichkeit gegenüber allen Arten von Virusinfektionen verringern. Ein weiterer Anbieter bewarb ein «Immunity Set» - verschiedene Pflanzenpulver zur Herstellung von Smoothies, die vermeintlich einen Beitrag zur Bekämpfung des Coronavirus leisten sollten. Gegen diesen Anbieter klagte die Verbraucherzentrale. 

(dpa)

Umfrage: Hälfte der Menschen glaubt an Impfstoff in diesem Jahr

11:54
24.11.2020
Knapp die Hälfte der Menschen in Deutschland (49 Prozent) glaubt laut einer Umfrage, dass noch in diesem Jahr ein Impfstoff gegen das Coronavirus in Europa zugelassen wird. 41 Prozent der Befragten gehen nicht von dieser Entwicklung aus, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergeben hat. Zehn Prozent der Befragten machten demnach keine Angaben.

42 Prozent der Teilnehmer gaben bei der Umfrage an, dass sie sich noch in diesem Jahr impfen lassen würden, falls ein Impfstoff zugelassen werden sollte. Unter Befragten ab 55 Jahren war die Bereitschaft mit 49 Prozent am höchsten. Bei den 18- bis 24-Jährigen sowie den 35- bis 44-Jährigen lag sie jeweils bei 33 Prozent. Über alle Altersgruppen hinweg würden sich 47 Prozent der Befragten in diesem Jahr nicht mehr impfen lassen.

(dpa)

Kretschmann skeptisch: Zeitraum für Corona-Lockerungen zu lang

11:51
24.11.2020
Nach den Beratungen der Ministerpräsidenten zur Corona-Krise zeigt sich der baden-württembergische Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) nicht vollends überzeugt von der Linie der Länder. «Ich bin skeptisch, ob das Paket insgesamt die nötige Wirkung entfalten wird», sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. Er halte unter anderem den Zeitraum der vorgeschlagenen Lockerungen vom 23. Dezember bis zum 1. Januar für zu lang. Es sei allerdings für die Bundesländer wichtig gewesen, die Vorhaben möglichst einstimmig zu beschließen. «Man muss halt auch Kompromisse machen, wenn man 16 zusammenhalten will», sagte Kretschmann.

Die Regierungschefs hatten sich auf eine gemeinsame Linie geeinigt, mit der sie in die nächsten Beratungen zur Corona-Krise mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch gehen werden. Kontaktbeschränkungen sollen ab Anfang Dezember verschärft werden, aber mit einer Sonderregel: Im Zeitraum vom 23. Dezember bis zum 1. Januar sollen Treffen eines Haushaltes mit haushaltsfremden Menschen bis maximal zehn Personen ermöglicht werden. Kinder bis 14 Jahren sollen hiervon ausgenommen sein. Das geht aus einem Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Merkel am Mittwoch hervor.

(dpa/lsw)

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