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Nach Corona-Infektion: Sechs Hoffenheimer Spieler zurück im Training

18:06
23.11.2020
Beim Fußball-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim sind am Montag sechs von sieben zuletzt mit dem Sars-CoV-2-Virus infizierten Spielern ins Training zurückgekehrt. Wie der Tabellenzwölfte über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte, konnten zudem zwei Mitglieder des Trainer- und Betreuerstabes die Quarantäne wieder verlassen. Nur Stürmer Sargis Adamyan befinde sich noch in häuslicher Isolation.

Hoffenheim war zuletzt personell durch zahlreiche Corona-Fälle gehandicapt. Neben Adamyan waren Kevin Vogt, Sebastian Rudy, Ishak Belfodil, Robert Skov, Munas Dabbur und Jacob Bruun Larsen positiv auf das Virus getestet worden. Wegen der mehr als einem halben Dutzend Ausfälle hatte der Club bei der Deutschen Fußball Liga eine Verlegung des Bundesliga-Spiels gegen den VfB Stuttgart (3:3) beantragt. Dies war jedoch abgelehnt worden.

Schon im Oktober hatten sich Andrej Kramaric und Kasim Adams auf Länderspielreisen infiziert. Stürmer Kramaric hatte am Samstag gegen Stuttgart sein Comeback gefeiert.

(dpa)

Zentralrat der Juden: Corona-Leugner auf Demos relativieren Holocaust

18:04
23.11.2020
Bei Demonstrationen der Organisation «Querdenken» ist es aus Sicht des Zentralrats der Juden in Deutschland mehrfach zu einer Relativierung des Holocausts gekommen. Seit Monaten müsse man mitansehen, wie bei den «Demonstrationen der Corona-Leugner die Schoa relativiert und deren Opfer sowie Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus hemmungslos instrumentalisiert werden», sagte Präsident Josef Schuster am Montag der Zeitung «Main-Post».

«So wie die Demonstranten keine Rücksicht auf die Gesundheit anderer Bürger nehmen, so haben sie auch keinen Respekt vor NS-Opfern. Das ist ein widerliches Schauspiel», kritisierte Schuster.

Am Samstag hatte sich eine Rednerin einer «Querdenken»-Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Hannover mit der Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, Sophie Scholl, verglichen. Scholl war im Jahr 1943 vom NS-Regime zum Tode verurteilt und im Alter von 21 Jahren hingerichtet worden.

In einem Video von der Kundgebung, das bei Twitter bis Montag mehr als zwei Millionen Mal angeklickt wurde, spricht die Frau von einer kleinen Bühne zum Publikum. «Ich fühle mich wie Sophie Scholl, da ich seit Monaten hier aktiv im Widerstand bin, Reden halte, auf Demos gehe, Flyer verteile und auch seit gestern Versammlungen anmelde», sagt sie. Der Vergleich schlug hohe Wellen, Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) twitterte: «Wer sich heute mit Sophie Scholl o Anne Frank vergleicht, verhöhnt den Mut, den es brauchte, Haltung gegen Nazis zu zeigen.»

In Karlsruhe hatte eine Elfjährige jüngst eine Rede vorgelesen, in der sie sagte, ihre Geburtstagsfeier sei anders gewesen als früher: «Wir mussten die ganze Zeit leise sein, weil wir sonst vielleicht von unseren Nachbarn verpetzt worden wären. Ich fühlte mich wie bei Anne Frank im Hinterhaus (...)» Anne Frank hatte von 1942 bis 1944 mit ihrer Familie in Amsterdam im Versteck vor den deutschen Nationalsozialisten gelebt und dort ihr weltberühmtes Tagebuch geschrieben. Sie starb im Frühjahr 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen im Alter von 15 Jahren.

(dpa)

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