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20201123180434

WHO-Chef Tedros: Licht am Ende des langen Corona-Tunnels wird heller

18:02
23.11.2020
Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, hält nach den jüngsten Meldungen zur Wirkung der neuen Corona-Impfstoffe ein Ende der Corona-Pandemie für möglich. «Mit den jüngsten positiven Angaben aus den Impftestreihen wird das Licht am Ende dieses langen, dunklen Tunnels heller», sagte Tedros am Montag in Genf. «Es gibt jetzt eine reale Hoffnung, dass Impfstoffe - zusammen mit den bewährten Maßnahmen öffentlicher Gesundheit - helfen werden, die Covid-19-Pandemie zu beenden.»

Covid-19 ist die Krankheit, die durch das Virus ausgelöst werden kann. Zu den Maßnahmen der öffentlichen Gesundheit gehört unter anderem: Abstand bei der Begegnung mit anderen halten, Hände waschen, Infizierte isolieren und mögliche Kontaktpersonen unter Quarantäne stellen.

Tedros appellierte an die wohlhabenden Länder, mehr Geld für die Unterstützung ärmerer Länder bereitzustellen. «Dies ist kein Akt der Wohltätigkeit», sagte Tedros. «Es ist der schnellste und smarteste Weg, um die Covid-19-Pandemie zu beenden und die Weltwirtschaft wieder anzukurbeln.» Das dafür aufgelegte Programm der WHO, der ACT-Accelerator, brauche sofort 4,3 Milliarden Dollar (3,6 Mrd Euro) für die Beschaffung und Auslieferung großer Mengen von Impfstoffen, Tests und Medikamenten. Weitere 23,8 Milliarden Dollar seien im kommenden Jahr nötig.

(dpa)

Grünen-Chef Habeck schlägt Ladenschließungen in Corona-Hotspots vor

16:10
23.11.2020
Grünen-Chef Robert Habeck hat einen ausgeweiteten Teil-Lockdown für Corona-Hotspots vorgeschlagen. Man könne sich vorstellen, dass in den «dunkelroten Regionen» Läden, die nicht dem täglichen Bedarf dienen, geschlossen werden, sagte er am Montag während einer digitalen Pressekonferenz. In Regionen, in denen die Lage mit Blick auf das Coronavirus gut sei, könnten hingegen möglicherweise Lockerungen erfolgen.

Er forderte eine «regionale Differenzierung» auf der Basis einheitlicher Maßstäbe. «Es wäre falsch, die Maßnahmen jetzt flächendeckend zu lockern und aufzuheben», sagte Habeck. Man müsse feststellen, «dass der Wellenbrecher die Welle nicht so gebrochen hat, wie es erhofft oder versprochen wurde».

Mit Blick auf den Haushalt kritisierte Habeck Pläne von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), nach denen ab 2022 nur noch so viele Kredite aufgenommen werden sollen, wie die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse erlaubt. Er könne nicht verstehen, wie Scholz angesichts der wirtschaftlichen Folgen der Krise jetzt schon zusagen könne, die Schuldenbremse ab 2022 wieder einzuhalten.

Der Haushaltsausschuss berät an diesem Donnerstag in der sogenannten Bereinigungssitzung über den Bundeshaushalt 2021. Der Bundestag soll den Etat Mitte Dezember verabschieden. Zuletzt war bekannt geworden, dass die Bundesregierung im Kampf gegen die Folgen der Corona-Pandemie im nächsten Jahr deutlich mehr Geld ausgeben will als bisher geplant.

(dpa)

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