Letztes Update:
20201216105106

Corona: Von der Leyen für europaweiten Impf-Start am selben Tag

09:41
16.12.2020
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat einen gemeinsamen Start der Impfungen gegen das Corona-Virus in der gesamten Europäischen Union vorgeschlagen. «Lasst uns so bald wie möglich gemeinsam mit dem Impfen anfangen, zusammen, als 27, mit einem Start am selben Tag», sagte von der Leyen am Mittwoch im Europaparlament. «Lasst uns zusammen und geeint mit der Ausrottung dieses furchtbaren Virus beginnen.»

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte am Dienstag bekannt gegeben, dass sie am 21. Dezember ihr Gutachten zum Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer abgeben will - acht Tage früher als zuvor geplant. Von der Leyen ließ keinen Zweifel, dass sie mit einem positiven Bescheid rechnet. «Endlich wird binnen einer Woche der erste Impfstoff zugelassen werden, damit Impfungen sofort beginnen können», sagte sie. Weitere Vakzine kämen nächstes Jahr hinzu.

Die EU-Kommission habe das weltweit breiteste Sortiment an künftigen Impfstoffen zusammengestellt und insgesamt mehr als genug Vakzine für alle Europäer eingekauft, fügte sie hinzu.

(dpa)

Corona-Krise - Spahn erwartet Normalisierung im Sommer

08:22
16.12.2020
Angesichts des bald erwarteten Impfstarts gegen das Coronavirus in Deutschland rechnet Gesundheitsminister Jens Spahn mit einer Normalisierung der Lage in einigen Monaten. «Ab dem Sommer können wir Zug um Zug in die Normalität zurückkehren», sagte der CDU-Politiker dem Sender RTL/ntv am Mittwoch. Dann gebe es genug Impfstoff für alle, die sich impfen lassen wollen. «So lange werden wir weiterhin aufeinander aufpassen und damit auch intensivste und schwerste Verläufe reduzieren müssen», betonte Spahn.

Auch Hygienemaßnahmen seien bis dahin weiter nötig. «Wir werden bis weit ins nächste Jahr hinein weiterhin auch diese Regeln brauchen.» Spahn zufolge müssten sich 55 bis 65 Prozent der Bevölkerung impfen lassen, um die Ausbreitung des Virus zum Erliegen zu bringen. Lokale Ausbrüche seien zwar, wie bei anderen Viren auch, noch möglich, aber nicht mehr eine solche Infektionsdynamik. Er bezeichnete die Impfung als ein «Gebot der Vernunft».

Die Zulassung in der EU sei die erste weltweit ordentliche Zulassung mit intensiverer Prüfung, betonte Spahn. «Die ist aus meiner Sicht wichtig, auch um Vertrauen in diesen Impfstoff zu gewinnen.» Alle anderen Länder hätten bisher nur eine Notzulassung gewährt.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte am Dienstag angekündigt, dass sie am 21. Dezember ihr Gutachten über die Zulassung des Impfstoffs von Pfizer und Biontech vorlegen werde - acht Tage früher als ursprünglich geplant. In Großbritannien, den USA und Kanada wird der Corona-Impfstoff dank einer Notzulassung bereits verabreicht.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen