Letztes Update:
20201216105106

Katamarane verkehren wegen Lockdowns ab Samstag stark eingeschränkt

08:21
16.12.2020
Die Katamaran-Reederei stellt am Wochenende den Betrieb ein. Ab sofort wird die schnelle Verbindung zwischen Konstanz und Friedrichshafen samstags und sonntags nicht mehr angeboten, teilte die Reederei auf ihrer Homepage mit. Damit reagiert das Unternehmen auf den Lockdown. Die Verbindung werde nur noch montags bis freitags aufrechterhalten und sei an diesen Tagen ganz bewusst auf die Pendlerströme abgestimmt. An Heiligabend und Silvester mit den dazugehörigen Feiertagen bleibe der Katamaran komplett im Hafen. Die 34 Meter langen Doppelrumpfboote verkehren seit 2005 zwischen Konstanz und Friedrichshafen.

(dpa/lsw)

Höchstwert: 952 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet

06:08
16.12.2020
Die Zahl der verzeichneten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus ist sprunghaft gestiegen und hat einen neuen Höchststand erreicht. Binnen eines Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 952 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht. Außerdem sind 27 728 Neuinfektionen verzeichnet worden. Allerdings waren in den Daten von Dienstag keine Zahlen aus Sachsen enthalten gewesen, weswegen in den neuen Zahlen auch Nachmeldungen enthalten sein könnten, wie es hieß. Vergangenen Mittwoch (9.12.) waren 20 815 Neuinfektionen und 590 Todesfälle gemeldet worden. Die bisherigen Höchstwerte von 29 875 gemeldeten Fällen und 598 Toten waren am Freitag erreicht worden.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Am Dienstag lag die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle bei 500 und somit auch ohne die fehlenden sächsischen Daten beim bis dahin dritthöchsten Wert seit Beginn der Pandemie. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Mittwoch auf 23 427.

Die zur Lagebeurteilung entscheidende 7-Tage-Inzidenz - die gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - erreichte mit 179,8 ebenfalls einen neuen Höchststand. Am Dienstag lag dieser Wert bei 173,7. Die fehlenden Daten aus Sachsen beeinflussten den Wert nur geringfügig, hieß es vom RKI.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1 379 238 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 16.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 1 025 000 Menschen inzwischen genesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 1,06 (Vortag: 1,12). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 106 weitere Menschen anstecken. Am Dienstagabend gab das RKI den Wert mit 0,98 an, er sei aber aufgrund von noch ausstehenden Datenermittlungen nur eingeschränkt verwertbar. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Erst wenn er für längere Zeit unter 1 liegt, flaut dieses ab.

(dpa)

Elternvertreter von Kita-Kindern fordern Regelung zu Sonderurlaub

05:02
16.12.2020
Die Bundeselternvertretung für Kita-Kinder fordert verlässliche Regelungen zum Sonderurlaub für Eltern, die wegen des eingeschränkten Kita-Betriebs nicht arbeiten können. «Viele Leute hecheln immer noch den Arbeitsausfällen aus dem Frühjahr hinterher», sagte Katharina Queisser, Sprecherin der Bundeselternvertretung der Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). Ihren regulären Urlaubsanspruch und ihre Überstunden hätten viele bereits im ersten Lockdown im Frühjahr verbraucht, einige müssten auch noch Arbeit nachholen. Deshalb seien jetzt verbindliche Regelungen nötig.

Wegen der hohen Corona-Zahlen wird das öffentliche Leben in Deutschland seit diesem Mittwoch wieder heruntergefahren. Auch die meisten Kitas und Schulen sind geschlossen oder arbeiten im eingeschränkten Betrieb. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten am Sonntag vereinbart, dass Schüler und Kita-Kinder vorerst bis zum 10. Januar möglichst zu Hause bleiben sollen.

In ihrem Beschluss hatten Bund und Länder dafür Extra-Urlaub in Aussicht gestellt: «Für Eltern werden zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, für die Betreuung der Kinder im genannten Zeitraum bezahlten Urlaub zu nehmen», heißt es darin. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hatte erklärt, diese Regelungen sollten noch in dieser Woche auf den Weg gebracht werden.

(dpa)

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