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20201215151322

EU gibt 500 Millionen Euro für Corona-Impfstoff für ärmere Länder

15:11
15.12.2020
Die Europäische Union stellt 500 Millionen Euro für die Versorgung ärmerer Länder mit Corona-Impfstoffen zur Verfügung. Damit könne eine Milliarde Impfdosen gekauft werden, teilte die diplomatische Vertretung der Europäischen Union in Genf am Dienstag mit. 400 Millionen Euro kommen von der Europäischen Investmentbank, 100 Millionen Euro von der EU-Kommission.

Das Geld geht an die Impfinitiative Covax der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die die Forschung an zahlreichen Impfstoffkandidaten fördert und eine faire Verteilung erfolgreicher Impfstoffe gewährleisten soll. Mehr als 180 Länder sind beteiligt, darunter neben den EU-Ländern auch China, nicht aber die USA. Mehr als 90 Länder finanzieren den Kauf von Impfstoffen selbst, 92 sollen dabei unterstützt werden.

«"Team Europe" hat bislang mehr als 850 Millionen Euro für Covax bereitgestellt, was die Europäische Union zum größten Unterstützer der Covax-Initiative macht», teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit. Zusätzlich zu den 500 Millionen Euro der EU haben die einzelnen Mitgliedstaaten ebenfalls Beiträge zugesagt. Der Chef der Impfstoffallianz Gavi, Seth Berkley, bedankte sich. Im kommenden Jahr müssten weitere fünf Milliarden Dollar zusammenkommen, um sicherzustellen, dass weltweit jeder, der es brauche, gegen Sars-CoV-2 geimpft werden könne.

(dpa)

Trotz Lockdown kein Bundesliga-Abbruch

14:21
15.12.2020
Der Profi-Sport darf auch im Lockdown weitermachen. Für das Infektionsgeschehen in Deutschland insgesamt sei es nicht die Frage, ob und in welchen Stadien am Wochenende ohne Zuschauer gespielt werde, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag in der Bundespressekonferenz in Berlin. Auch Corona-Tests seien nicht das Problem, die Verfügbarkeit von Schnelltests sei «sehr, sehr hoch» und auch PCR-Tests seien vorhanden.

Es gehe beim Profisport, der entsprechende Test- und Schutzkonzepte befolge, auch um Berufsausübung, sagte der Minister. Die Frage, welches Signal vom Weiterlaufen des Profifußballs im Lockdown ausgehe, werde gesellschaftlich unterschiedlich eingeordnet. Für viele Menschen sei der Sport als Stück Normalität von Bedeutung. «Für viele ist wichtig, dass noch ein paar Dinge jenseits von Corona da sind», sagte Spahn.

Seit dem Beschluss der Bund-Länder-Runde mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am vergangenen Sonntag war bereits klar, dass der Profisport im wesentlichen weitermachen darf wie zuletzt. Während weite Teile des öffentlichen Lebens in Deutschland ab Mittwoch drastisch heruntergefahren werden, wird der Spielbetrieb in den Bundesligen - anders als im Frühjahr und trotz Corona-Pandemie - planmäßig fortgeführt. Als letzte große Profiliga beginnt die Deutsche Eishockey Liga am Donnerstag mit dem Spielbetrieb.

(dpa)

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