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20201215114625

Landesregierung verbietet Abholangebote im Handel

11:44
15.12.2020
Die Landesregierung hat sich darauf verständigt, Abholangebote im Handel während des harten Corona-Lockdowns von diesem Mittwoch an bis 10. Januar zu verbieten. Dagegen dürfen die Händler weiter selber liefern oder liefern lassen, wie das grün-schwarze Kabinett am Dienstag in Stuttgart beschloss. Man wolle lange Schlangen vor den Geschäften und damit zusätzliche Kontakte unbedingt vermeiden, sagte ein Regierungssprecher am Dienstag der dpa zu dem Verbot des sogenannten Click&Collect-Service.

Vor allem das CDU-geführte Wirtschaftsministerium hatte sich für Abholangebote stark gemacht. Zuvor hatte der SWR über das Verbot berichtet. Im Zuge des Lockdowns müssen die meisten Händler - mit Ausnahme der Lebensmittelgeschäfte - schließen.

(dpa/lsw)

Tourismus im Sommerhalbjahr so schwach wie seit Jahrzehnten nicht

11:17
15.12.2020
Der Tourismus in Baden-Württemberg ist im sogenannten Sommerhalbjahr zwischen Mai und Oktober auf das Niveau von vor Jahrzehnten zurückgefallen. Die Zahl der ankommenden Gäste schrumpfte im Vorjahresvergleich um 42,9 Prozent auf 8,0 Millionen, die Zahl der Übernachtungen um 34,1 Prozent auf 22,8 Millionen, wie das Statistische Landesamt in Stuttgart am Dienstag mitteilte. Weniger Gäste in einem Sommerhalbjahr gab es im Südwesten zuletzt 1997, weniger Übernachtungen in diesem Zeitraum registrierten die Statistiker seit der Wiedervereinigung sogar noch nie.

Auffällig ist, dass die Bodensee-Region einen weitaus weniger starken Rückgang als andere Orte im Südwesten verkraften musste. Härter traf es etwa Hoteliers im Schwarzwald, auf der Schwäbischen Alb und in der Stuttgarter Region.

Den touristischen Tiefpunkt hatte die Branche im Lockdown-Monat April erlebt, als die Zahl der Gäste (minus 94 Prozent) und der Übernachtungen (minus 88,3 Prozent) besonders stark einbrachen.

Bis zur Corona-Krise hatte die Südwest-Tourismusindustrie mehrere Rekordjahre hintereinander verbucht. In Baden-Württemberg hängen nach Angaben des Tourismusministeriums etwa 390 000 Arbeitsplätze von dieser Branche ab, der Tourismus erwirtschaftete demnach zuletzt einen jährlichen Umsatz von mehr als 25 Milliarden Euro.

(dpa/lsw)

RKI-Chef: Lage ernst wie nie - «Ergebnis von Sorglosigkeit»

11:16
15.12.2020
Die Corona-Lage in Deutschland ist nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) so ernst wie nie zuvor in der Pandemie. Die Fallzahlen seien so hoch wie noch nie und sie stiegen weiter an, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag in Berlin. Es bestehe die Gefahr, dass sich die Situation weiter verschlimmert und es immer schwieriger wird, mit der Pandemie und ihren Folgen umzugehen.

Mit zwischen 12 000 und 29 000 gemeldeten Neuinfektionen pro Tag lägen die Fallzahlen im Dezember deutlich höher als im November, führte Wieler aus. Aktuell seien 325 000 Menschen in Deutschland mit Sars-CoV-2 infiziert, in den Sommermonaten seien es wenige Tausend gewesen. Immer stärker betroffen sei die Gruppe der 80-Jährigen, mit besonders hohem Risiko für schwere und tödliche Krankheitsverläufe.

Dass sich im Moment viel zu viele Menschen infizierten, sei «Ergebnis von Sorglosigkeit einiger Menschen», sagte Wieler. Die Neuinfektionszahlen müssten nun deutlich sinken. Er rief dazu auf, Kontakte auf das Nötigste einzuschränken. Er persönlich werde die beschlossene Höchstzahl bei Treffen über Weihnachten nicht ausnutzen, sondern ganz bewusst darunter bleiben.

(dpa)

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