Letztes Update:
20201215111646

GEW fordert Schließungen von Kitas und Schulen

11:14
15.12.2020
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Bundesländer aufgefordert, wie mit dem Bund vereinbart, neben Schulen auch Kitas weitgehend zu schließen. «Wir können jetzt keine Alleingänge der Länder gebrauchen. Beschäftigte, Eltern und Kinder benötigen Regelungen, auf die sie sich verlassen können. Das ständige Hin und Her der vergangenen Monate darf so nicht weitergehen», mahnte Björn Köhler, Kitaexperte und GEW-Vorstandsmitglied, am Dienstag in Frankfurt. Deshalb sei es notwendig, den Lockdown in den Kitas in allen Bundesländern möglichst gleich umzusetzen. «Es ist niemandem mehr zu erklären, warum es für die Kitas mindestens 16 unterschiedliche Umsetzungsvarianten gibt», sagte Köhler.

Der Gewerkschafter sieht aber die Notwendigkeit, dass eine Notbetreuung für Familien, die dringend darauf angewiesen seien, sichergestellt werden müsse. Deshalb sei insbesondere in den nächsten Tagen verstärkt Wert auf Hygiene- und Arbeitsschutzvorschriften zu legen.

Der Deutsche Kita-Verband forderte, die Träger sollten vor Ort entscheiden können, was möglich sei und was nicht. «Wir können nicht wieder auf das System der Notbetreuung nur für Kinder von Eltern aus systemrelevanten Berufsgruppen zurückfallen», warnte die Bundesvorsitzende des Kitaverbands, Waltraud Weegmann, am Dienstag. «Generell brauchen wir eine Öffnungsstrategie für Januar und einen langfristigen Plan für das Frühjahr 2021», forderte sie von der Politik.

(dpa)

Spahn: Ziel ist Impfstoff-Zulassung vor Weihnachten

11:14
15.12.2020
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn setzt auf einen baldigen Start von Impfungen gegen das Coronavirus. Man dürfe optimistisch sein, dass eine Impfstoff-Zulassung am 23. Dezember erfolgen könne, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin. Dies sei «eine gute Nachricht für die Europäische Union». Ziel sei, eine europäische Impfstoff-Zulassung noch vor Weihnachten zu erreichen und dann in Deutschland noch vor dem Jahreswechsel mit dem Impfen beginnen zu können. Er verteidigte es, keine Notfallzulassung vorzusehen, sondern ein reguläres Verfahren der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Dies sei wichtig für das Vertrauen in Impfstoffe.

Spahn rechnet selbst mit dem jetzt verschärften Corona-Lockdown nicht mit schnellen Effekten bei der Eindämmung der Pandemie. «Auch eine Vollbremsung wird eine lange Bremsspur haben.» Die weitergehenden Schließungen von Einrichtungen, die ab diesem Mittwoch starten, seien geboten. «Lieber jetzt mit Aussicht auf Erfolg als erst nach Weihnachten mit dem Risiko großer Nebenwirkungen.» Wichtig sei nun, die Vorgaben in allen Bereichen konsequent umzusetzen.

(dpa)

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