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20201215103457

Last-minute-Geschenke-Käufer Altmaier bastelt Gutscheine

10:34
15.12.2020
Noch längst nicht alle Weihnachtsgeschenke gekauft, aber im Lockdown sind die Geschäfte dicht - das Problem vieler Menschen in Deutschland kennt auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier nur zu gut. «Ich bin ein Last-minute-Käufer», gestand der CDU-Politiker im «heute journalup:date» in der Nacht zum Dienstag. «Das ist jedes Jahr so - hat diesmal leider nicht funktioniert.» Leer ausgehen sollen Familie und Freunde trotzdem nicht. «Ich werde meinen Lieben kleine Gutscheine schenken, die ich selbst gebastelt habe.» So gebe es etwa Einkaufsgutscheine für den «Buchhändler meiner Wahl». Anders gehe es in diesem Jahr leider nicht. «Das ist sehr schade, aber ich glaube es geht um die Gesundheit ganz Vieler», sagte Altmaier.

(dpa)

Harter Lockdown von Mittwoch an - Das sind die Richtlinien

10:32
15.12.2020
Von Mittwoch an gilt in Deutschland bis voraussichtlich zum 10. Januar ein harter Lockdown. Bund und Länder haben sich auf ein Maßnahmenpaket zu Bekämpfung der Corona-Pandemie geeinigt. Die Vereinbarungen im Überblick:

Private Treffen sind weiterhin auf den eigenen und einen weiteren Haushalt begrenzt. Es dürfen höchstens fünf Personen zusammenkommen. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt.

An Weihnachten (24. bis 26. Dezember) gilt eine Sonderregelung. Dann sind Treffen im engsten Familienkreis mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen möglich - auch wenn sie aus mehr als zwei Haushalten kommen und die Fünf-Personen-Grenze dabei überschritten wird.

Gottesdienste dürfen stattfinden, wenn der Mindestabstand von 1,50 Metern gewahrt bleibt und die Gläubigen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

An Silvester und am Neujahrstag gilt bundesweit ein An- und Versammlungsverbot. Der Verkauf von Pyrotechnik wird verboten und von einem Silvesterfeuerwerk wird dringend abgeraten.

Der Einzelhandel wird weitgehend geschlossen. Ausnahmen sind etwa der Lebensmittelhandel, Apotheken und Drogerien, Poststellen und Zeitungsverkauf, Tierbedarfs- und Futtermittelmärkte und der Weihnachtsbaumverkauf.

Auch Dienstleistungsbetriebe der Körperpflege wie zum Beispiel Friseursalons, Kosmetikstudios oder Massagepraxen werden geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben möglich.

Restaurants bleiben geschlossen. Speisen dürfen geliefert und abgeholt werden, müssen aber zu Hause gegessen werden. Alkohol im öffentlichen Raum zu trinken, wird untersagt.

Die Schulen werden grundsätzlich geschlossen oder die Präsenzpflicht wird ausgesetzt. Es wird eine Notfallbetreuung sichergestellt und Distanzlernen angeboten - also etwa mit Laptop oder Arbeitsblättern zu Hause. Kitas werden ebenfalls geschlossen. Eine Notfallbetreuung ist möglich.

Arbeitgeber werden dringend gebeten, durch Betriebsferien oder großzügige Home-Office-Lösungen die Betriebsstätten geschlossen werden können.

Bei besonders extremen Infektionslagen mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100 000
Einwohner in einer Woche und diffusem Infektionsgeschehen sollen die Maßnahmen vor Ort nochmals erweitert werden. In einigen Ländern, Städten oder Gemeinden gelten wegen hoher Infektionszahlen bereits Ausgangsbeschränkungen.

Grundsätzlich sollen die sogenannten «AHA+AL-Regeln» beachtet werden: Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen. Ergänzend empfiehlt die Bundesregierung, die Corona-Warn-App zu nutzen und Räume regelmäßig zu lüften.

(dpa)

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