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Corona und kein Schnee: Bulgariens Skigebiete verzögern Saisonstart

18:44
14.12.2020
Die bulgarischen Skigebiete haben wegen der Corona-Pandemie und des Schneemangels den Start der Wintersaison auf die zweite Dezember-Hälfte aufgeschoben. Im international bekannten Skiort Bansko wurde ein Anfang Dezember in Betrieb genommener Skilift wenige Tage später wieder stillgelegt, da es wegen der Corona-Einschränkungen kaum Feriengäste gibt, wie der Betreiber der Ski-Zone Bansko am Montag im bulgarischen Staatsradio erläuterte. Das milde Wetter behindere zudem den Saisonbeginn auch in den Skigebieten Borowez und Pamporowo.

Das südöstliche EU-Land Bulgarien lehnt die von Bundeskanzlerin Angela Merkel geforderte Schließung der Skigebiete ab: «Wir können entschieden bekräftigen, dass die Skiorte Borowez, Bansko und Pamporowo die (Corona-)Auflagen erfüllen», heißt es in einer Stellungnahme des Tourismusministeriums. Eine entsprechende interne Kontrolle habe dies bestätigt.

Bei einem in Bulgarien seit 27. November wegen der Corona-Pandemie geltenden Teil-Lockdown wurde die gesamte Gastronomie geschlossen, nicht aber der Lieferservice von Lokalen und die Hotels. Die Branche hofft, dass die Restaurants in den Hotels bald wieder öffnen können. Eine Entscheidung darüber wird noch in dieser Woche erwartet.

Für die aktuelle Wintersaison setzen Bulgariens Skigebiete vor allem auf heimische Feriengäste und auf Urlauber aus den Nachbarländern auf dem Balkan: Griechenland, Türkei, Serbien, Nordmazedonien und Rumänien. Diese Touristen können sicher auf dem Landweg anreisen.

Da die Charterflüge nach Bulgarien wegen der Corona-Pandemie eingestellt wurden, können die Skigebiete des Balkanlandes jetzt nicht mit Feriengästen aus Deutschland, Großbritannien und Israel rechnen. Tourismusministerin Marijana Nikolowa beziffert die möglichen Verluste der Skigebiete infolge eines harten Lockdowns auf 1 Milliarde Lewa (gut 500 Millionen Euro).

(dpa)

WHO: Gegen Corona Geimpfte sollen zunächst weiter Masken tragen

18:43
14.12.2020
Auch wer sich gegen das Coronavirus impfen lässt, muss nach Überzeugung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit Rücksicht auf andere Menschen weiter Vorsichtsregeln beachten. Nach bisherigen Erkenntnisstand schützten die Impfungen wirksam davor, die Lungenkrankheit zu entwickeln. Aber ob sie auch eine Infektion grundsätzlich verhinderten - und damit die Möglichkeit, dass Geimpfte das Virus verbreiteten - sei noch unklar, betonten WHO-Expertinnen am Montag in Genf. Soziale Distanz, das Tragen von Masken und häufiges Händewaschen seien deshalb eine Zeit lang auch für die Gruppe der Geimpften wichtig. «Die Forschung über die Impfungen muss wirklich noch fortgesetzt werden», wies die WHO-Impfspezialistin Kate O'Brien auf offene Fragen hin.

(dpa)

Risikogruppen erhalten ab Dienstag kostenlose FFP2-Masken

18:42
14.12.2020
Angehörige einer Corona-Risikogruppe erhalten von Dienstag an in den Apotheken im Land kostenlos FFP2-Masken. Das Bundesgesundheitsministerium hat eine entsprechende Verordnung veröffentlicht, wie der Landesapothekerverband mitteilte. Die Abgabe von drei Schutzmasken sei im Dezember kostenfrei. Im Januar und Februar müssten Betroffene für sechs Masken zwei Euro bezahlen. Die Apotheker im Südwesten erwarten einen Ansturm auf das Angebot und rufen daher dazu auf, nicht gleich am ersten Tag zu den Apotheken zu strömen und Warteschlangen zu vermeiden.

Das Bundesgesundheitsministerium geht deutschlandweit von Kosten in Höhe von 2,5 Milliarden Euro und rund 27 Millionen Berechtigten aus. Das betrifft den Angaben nach etwa Menschen, die älter als 60 Jahre sind sowie bestimmte Vorerkrankte und Risikopatienten. Dazu gehören zum Beispiel Frauen mit Risikoschwangerschaften, Menschen mit schweren Lungenerkrankungen oder auch Demenzkranke. FFP2-Masken filtern Partikel besonders wirksam, bieten allerdings auch keinen hundertprozentigen Schutz.

(dpa/lsw)

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