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Spahn: Tun alles für Impfstart noch im Dezember

17:23
14.12.2020
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält einen Beginn von Impfungen gegen das Coronavirus noch im Dezember für denkbar. «Wir tun alles dafür», dass es noch im Dezember losgehen könne mit dem Impfen, sagte der CDU-Politiker am Montag im «Polittalk aus der Hauptstadt», einer Kooperation des RBB-Inforadios mit der «Süddeutschen Zeitung». Spahn machte erneut deutlich, dass es keine Notfallzulassung für Deutschland, sondern eine europäische bedingte Zulassung für den ersten Impfstoff geben solle. «Damit sind wir mit allen 27 Mitgliedstaaten angetreten, nicht zuletzt um Vertrauen zu erhalten. Ich bin mir sehr sicher, bei einer Notzulassung würde manche Debatte sicherlich darüber geführt: Ist da genug geprüft worden, wurde da tief genug hineingegangen in die Daten?», betonte Spahn.

Am Montag hatte die Europäische Arzneimittel-Behörde EMA deutlich gemacht, dass das Zulassungsverfahren für einen Corona-Impfstoff kaum zu beschleunigen ist. Spätestens am 29. Dezember werde das Gutachten des Expertenausschusses vorliegen, erklärte die Direktorin der EMA, Emer Cooke, am Montag in Amsterdam. «Wir arbeiten rund um die Uhr für die Zulassung des ersten Covid-19-Impfstoffes». Die Fristen würden allerdings im Laufe des Prüfverfahrens «ständig neu bewertet».

Spahn hatte zuvor eine Beschleunigung des Verfahrens gefordert. Der Impfstoff der Unternehmen Pfizer und Biontech ist bereits in Großbritannien, Kanada und den USA mit einer Notzulassung auf dem Markt.

(dpa)

Land sucht Freiwillige für Corona-Impfzentren im Südwesten

17:23
14.12.2020
Die Landesregierung ruft die Menschen im Südwesten dazu auf, freiwillig in den Corona-Impfzentren mitzuhelfen. Gesucht wird medizinisches Fachpersonal, etwa Rettungssanitäter, Pflegekräfte, Apotheker oder Medizinstudenten ab dem siebten Semester, wie das Gesundheitsministerium am Montag mitteilte. Es würden aber auch Helfer für die Verwaltung oder zur Unterstützung der Abläufe benötigt. Freiwillige können sich demnach bei den vier Regierungspräsidien im Land melden.

«Wir bereiten uns gerade mit Hochdruck darauf vor, unverzüglich mit der freiwilligen Schutzimpfung zu starten, sobald der erste Impfstoff zur Verfügung steht», sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Montag. Dies sei eine Herkulesaufgabe, die alle unterstützenden Hände brauche. Die Impfstrategie des Landes sieht insgesamt 59 Impfzentren sowie mobile Impfteams vor. So sollen möglichst schnell viele Menschen geimpft werden.

(dpa/lsw)

Mehr als 2000 neue Corona-Fälle und 99 weitere Tote im Südwesten

17:22
14.12.2020
In Baden-Württemberg ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen innerhalb eines Tages um 2177 Fälle gestiegen, außerdem wurden 99 zusätzliche Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Damit gibt es jetzt landesweit 190 410 bestätigte Ansteckungen seit Beginn der Pandemie, wie das Landesgesundheitsamt am Montag (Stand: 16.00 Uhr) in Stuttgart weiter mitteilte. Insgesamt 3523 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Die Zahl der Genesenen liegt bei geschätzt 134 647.

Der Sieben-Tage-Wert für die Neuinfektionen je 100 000 Einwohner für das ganze Land stieg auf 190,5 und übertrifft damit nochmals die Inzidenz der vergangenen Tage. Weiterhin liegen alle 44 Stadt- und Landkreise über dem Grenzwert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt. 18 davon überschreiten mittlerweile die 200er-Marke - der Enzkreis sowie die Stadtkreise Heilbronn und Pforzheim liegen sogar weiter über der Marke von 300 neuen Ansteckungen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Da der Reproduktionsfaktor (R-Wert) bei geschätzt 1,17 liegt, steckt ein Infizierter im Schnitt noch immer mehr als eine weitere Person an.

Den neuen Angaben zufolge werden in Baden-Württemberg aktuell 553 an Sars-CoV-2 erkrankte Menschen auf Intensivstationen behandelt, 314 von ihnen müssen per Schlauch beatmet werden.

(dpa/lsw)

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