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Spahn und Wieler äußern sich in Berlin - Maskenverteilung startet

16:38
14.12.2020
Einen Tag vor Inkrafttreten des bundesweiten Lockdowns wollen sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, am Dienstag (11.30 Uhr) in Berlin zur «Corona-Lage vor Weihnachten» äußern. An der Pressekonferenz nehmen auch die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Alena Buyx, und die Virologin Sandra Ciesek teil.

Angesichts stark steigender Infektions- und Todeszahlen wird nach einer Vereinbarung von Bund und Ländern das öffentliche und private Leben von Mittwoch an stark heruntergefahren. Geschäfte - außer die für den täglichen Bedarf - müssen schließen. Schulen sollen geschlossen oder die Präsenzpflicht ausgesetzt werden. Private Treffen bleiben auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, in jedem Fall aber auf maximal fünf Personen beschränkt. Kinder bis 14 Jahre sind ausgenommen. Nur über Weihnachten vom 24. bis 26. Dezember gibt es Lockerungen.

Am Dienstag soll auch die kostenlose Verteilung von FFP2-Masken für rund 27 Millionen Bürger in Deutschland aus Corona-Risikogruppen beginnen. Eine entsprechende Verordnung tritt am Dienstag nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums in Kraft. In einem ersten Schritt sollen ab Dienstag über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen drei Masken gratis in der Apotheke holen können. Zum Abholen ist Zeit bis zum 6. Januar. Laut Informationen des Ministeriums genügt dazu die Vorlage des Personalausweises «oder die nachvollziehbare Eigenauskunft über die Zugehörigkeit zu einer der Risikogruppen». Zur Abholung könne auch eine andere Person bevollmächtigt werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) setzt an diesem Dienstag (10.00 Uhr) die digitale Dialogreihe «Die Bundeskanzlerin im Gespräch» fort. Beim vierten Termin dieses Formats will die Regierungschefin mit Studentinnen und Studenten ins Gespräch kommen. Aber auch wissenschaftliche Mitarbeiter und Professoren sollen dabei sein. Merkel hatte im Rahmen der Reihe bereits mit Auszubildenden und Ausbildern, Pflegebedürftigen und Pflegekräften sowie mit Polizistinnen und Polizisten gesprochen.

(dpa)

Vor Lockdown: Kretschmann äußert sich nach Ärger um Corona-Management

16:37
14.12.2020
Einen Tag vor dem längeren weitreichenden Lockdown bereitet sich Baden-Württemberg auf die bevorstehenden Einschränkungen für das private und öffentliche Leben vor. Der Einzelhandel hofft am Dienstag auf die letzten Umsätze im Weihnachtsgeschäft, an den Schulen beginnt ein vorerst letztes Mal der Unterricht. Nähere Details zu den neuen und schärferen Auflagen sollen in der neuen Corona-Verordnung formuliert werden, die Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Sozialminister Manne Lucha (beide Grüne) am Mittag (12.00) vorstellen wollen.

Erwartet wird zudem, dass sich der Regierungschef gegen die Kritik an seinem Management der Corona-Krise verteidigt. Am Montag hatte die SPD den Grünen und der CDU Wahlkampfgetöse und einen «lähmenden Streit um Profilierungssucht» vorgeworfen.

Die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten vereinbart, ab Mittwoch Schulen, Kitas und den Handel weitestgehend zu schließen. Baden-Württemberg übernimmt im Wesentlichen diese Beschlüsse. Grund für die neuen Einschränkungen sind die weiter massiv steigenden Zahlen an Neuinfektionen, Intensivpatienten und Todesfällen.

Ebenfalls am Dienstagmittag will Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) Einzelheiten vorstellen zum milliardenschweren Investitionspaket mit dem Titel «Zukunftsland Baden-Württemberg – Stärker aus der Krise». Es soll mit einem Volumen von 1,2 Milliarden Euro auf den Weg gebracht werden. Enthalten ist unter anderem «BW Invest». Laut Regierung ist es mit einem Volumen von 300 Millionen Euro das größte branchenoffene Förderprogramm für Innovationen und Investitionen in der baden-württembergischen Geschichte des Landes.

(dpa/lsw)

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