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Sarah Connor singt über Corona-Frust: «Können wir vorspulen?»

16:55
11.12.2020
Die deutsche Popsängerin Sarah Connor (40) will sich mit einem neuen Lied vom Jahr 2020 verabschieden - und am liebsten gleich auch vom Coronavirus. «Können wir vorspulen? Und so tun als wär alles wieder gut?», singt sie in «Bye Bye».

Im dazugehörigen Video, das sie am Freitagnachmittag auf Youtube veröffentlichte, ist die gebürtige Delmenhorsterin unter anderem mit ihrer Familie oder allein zu sehen und singt über die Corona-Zeit: «Beim Lernen mit den Kids nur die Hälfte geschafft, und es hat trotzdem gekracht. Können wir bitte, bitte vorspulen.» Ihre Hoffnung: «Und dann feiern wir 'ne fette Party, laden alle uns're Freunde ein, stehen extra ganz dicht beieinander, und stoßen an aufs Zusammensein. Alt und Jung und Groß und Klein, keiner mehr zuhaus' allein», heißt es in dem Lied.

Für das Video sei sie unter anderem mit dem Auto umhergefahren und habe Menschen in den verschiedensten Situationen gebeten, kurz in ihr Handy zu singen, hieß es in einer Label-Mitteilung. In dem dreieinhalb Minuten langen Clip sind unter anderem winkende Krankenschwestern, ein Busfahrer und eine Supermarktmitarbeiterin zu sehen. «Es musste schnell gehen und sollte unaufwendig sein, und ich bin sehr dankbar für die Unterstützung so viel toller Menschen!»

Im Frühjahr hatte der Deutschpop-Star Connor bereits die Single «Sind wir bereit?» als Momentaufnahme aus der Quarantäne veröffentlicht. Die Erlöse daraus wurden gespendet, hieß es. Ihr Album «Herz Kraft Werke» landete auf Platz drei der deutschen Jahrescharts.

(dpa)

Verwaltungsgericht bestätigt Verbot der Dresdner «Querdenken»-Demo

16:55
11.12.2020
In der ersten Runde haben die «Querdenker» ihre juristische Auseinandersetzung um eine Kundgebung in Dresden verloren. Nun soll es in der zweiten Instanz weitergehen.

Die für Samstag geplante «Querdenken»-Kundgebung in Dresden bleibt verboten. Das entschied das Verwaltungsgericht Dresden am Freitag. Der Veranstalter will nach eigenen Angaben nun das Oberverwaltungsgericht Bautzen anrufen. Die Stadt Dresden sieht mit der Demonstration die öffentliche Sicherheit gefährdet und befürchtet einen Massenauflauf. Zur Begründung führte die Behörde aus, dass bei vergangenen Demonstrationen der «Querdenker» weder Abstandsgebote noch die Maskenpflicht eingehalten wurden.

Gegen das Verbot hatte der Anmelder der Kundgebung am Vormittag einen Eilantrag eingereicht. Nach Angaben des Gerichtes argumentierte er unter anderem damit, dass die Versammlungs-, Meinungs- und die Informationsfreiheit der Teilnehmer beschnitten werde. Die Stadtverwaltung arbeite mit Vermutungen hinsichtlich der Gefährlichkeit der Kundgebung.

Die Stadt Dresden verwies in einer Stellungnahme auf das Infektionsgeschehen. Seit 4. Dezember 2020 sei ein deutlicher Anstieg der Fallzahlen zu verzeichnen. Bisherige Beschränkungen hätten keine signifikante Senkung der Infektionszahlen bewirkt. In Dresden habe die Inzidenzzahl schon seit Tagen über dem Wert von 200 pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen gelegen. Es gebe eine konkrete und unmittelbare Gefahr für Leib und Leben einer Vielzahl von Menschen, wenn die Versammlung durchgeführt werde.

Die Richter folgten der Argumentation der Stadt Dresden. Deren Prognose, dass es bei der Durchführung der angemeldeten Versammlung zu einer erheblichen Infektionsgefahr für Versammlungsteilnehmer, Polizeibeamte und Passanten kommen würde, sei «nicht zu beanstanden», hieß es. Die Durchführung einer Versammlung mit 4000 Teilnehmern und der zu erwartende Ablauf würden ein «unkalkulierbares und nicht zu kontrollierendes Risiko» für die körperlichen Unversehrtheit von Beteiligten und Unbeteiligten darstellen. Die Kammer sehe Ähnlichkeiten zu Versammlungen, bei denen es zu teils massiven Verstößen gegen Abstands- und Hygienemaßnahmen gekommen sei.

Die Polizei bereitet sich ungeachtet von Gerichtsentscheidungen auf einen Großeinsatz vor. Sie rechnet mit der Teilnahme zahlreicher Hooligans und Rechtsextremisten. Die rechte Szene hatte die Demonstration in den sozialen Medien beworben. Aber auch gewaltbereite Linksextremisten könnten nach Dresden kommen, hieß es.

(dpa)

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