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Handel: In den Innenstädten bleiben die Kunden aus

11:17
23.11.2020
Der Teil-Lockdown in Deutschland sorgt nach Darstellung des Einzelhandelsverbandes HDE weiterhin für weitgehend leere Innenstädte. «Das ist insbesondere im für die Händler für gewöhnlich umsatzstarken Weihnachtsgeschäft für viele Unternehmen existenzbedrohend», warnte am Montag der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth. Er forderte mehr staatliche Unterstützung für den Einzelhandel.

Nach einer aktuellen Umfrage des HDE unter 580 Händlern lag die Kundenzahl in den Stadtzentren auch in der dritten Novemberwoche um 40 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Umsätze hätten um knapp ein Drittel unter dem Vorjahreswert gelegen. Im Bekleidungshandel habe das Minus sogar 40 Prozent betragen.

«Wenn die Politik jetzt nicht zeitnah mit Hilfsprogrammen eingreift, dann überschreiten wir zeitnah den Kipppunkt, ab dem viele Händler nicht mehr zu retten sein werden», sagte Genth. Er forderte von der Politik, die Novemberhilfen auch für Einzelhändler zu öffnen. Außerdem müssten die Überbrückungshilfen so angepasst werden, dass auch der Einzelhandel davon profitieren könne.

«Die Politik darf die Einzelhändler, die enorm unter den Auswirkungen des Teil-Lockdowns leiden, nicht im Stich lassen. Es geht an dieser Stelle auch um die Zukunft unserer Stadtzentren», sagte Genth.

(dpa)

Unicef will zwei Milliarden Corona-Impfdosen in arme Länder schicken

10:42
23.11.2020
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will das UN-Kinderhilfswerk Unicef zwei Milliarden Impfdosen in insgesamt 92 einkommensschwächere Länder liefern. Die logistischen Vorbereitungen liefen bereits, teilte Unicef am Montag mit. Auch eine Milliarde Spritzen sollen verschickt werden.

«Während die Arbeit an der Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen weitergeht, verstärkt Unicef die Anstrengungen mit Fluggesellschaften, Frachtunternehmen, Schifffahrtslinien und anderen logistischen Vereinigungen, lebensrettende Impfstoffe so schnell und sicher wie möglich zu liefern», sagte die Direktorin der Unicef-Versorgungsabteilung, Etleva Kadilli. Damit solle ausreichende Transportkapazität für diese «historische Mammutaufgabe» gesichert werden. «Es wird erwartet, dass die Beschaffung, Lieferung und Verteilung von Covid-19-Impfstoffen die größte und schnellste jemals unternommene Operation sein wird», erklärte Unicef.

Vorige Woche habe Unicef gemeinsam mit der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (PAHO) und der Internationalen Luftverkehrs-Vereinigung (IATA) bereits mit großen Fluggesellschaften über die Kapazitätsanforderungen gesprochen. Seit Januar habe Unicef im Kampf gegen die Pandemie rund um die Welt schon Materialien wie Masken, Kittel, Sauerstoffgeräte und Tests im Wert von 190 Millionen US-Dollar (rund 160 Mio. Euro) geliefert.

(dpa)

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