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20201209163130

EU-Staaten: Weihnachtsmann fällt nicht unter Corona-Reiseregeln

15:20
09.12.2020
Für den Weihnachtsmann und das Christkind gelten besondere Regeln - auch in der EU. Während die meisten Bürger coronabedingt nur eingeschränkt reisen dürfen, drücken die EU-Staaten bei den weihnachtlichen Figuren ein Auge zu - symbolisch, versteht sich. Nach einer allgemeinen Übereinstimmung seien «Weihnachts- und Wintergeschenke-Überbringer» unverzichtbare Arbeitnehmer, hieß es am Mittwoch in den Schlussfolgerungen einer Corona-Arbeitsgruppe der EU-Staaten. Eine fiktive Ausnahme, die nicht für verkleidete Menschen gilt.

In einer Fußnote wurde zugleich festgehalten, dass zu genannten Geschenke-Überbringern neben dem Christkind und dem Weihnachtsmann auch Santa Claus, Père Noël und die entsprechenden Symbolfiguren anderer Sprachen gehören. «Damit ist für Kinder in der EU zumindest ein wichtiger Bestandteil des Weihnachtsfests gesichert», sagte ein Sprecher der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Deutschland hat noch bis Ende des Jahres turnusgemäß den Vorsitz der EU-Staaten inne.

Wegen der Corona-Krise gelten innerhalb der EU derzeit vielfach Reiseeinschränkungen und Quarantäne-Vorgaben. Den meisten Reisenden aus Drittstaaten ist die Einreise nicht erlaubt.

(dpa)

Kinderärzte gegen verlängerte Schulferien zur Pandemiebekämpfung

15:18
09.12.2020
In der Debatte um das weitere Vorgehen zur Eindämmung des Coronavirus haben sich Kinderärzte gegen eine Verlängerung der Weihnachtsferien ausgesprochen. Geschlossene Schulen, Kindergärten und Kitas sollten «nur als allerletzte Maßnahme im Rahmen eines allgemeinen Lockdowns» erwogen werden, teilten die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und die Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie am Mittwoch mit.

Man sei «dezidiert gegen eine Verlängerung der Weihnachtsferien auf (un)bestimmte Zeit in den Januar hinein», heißt es in der Stellungnahme, die vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte unterstützt wird. Bisherige Daten aus Deutschland gäben keinen Anlass, generelle Schulschließungen als «taugliches und angemessenes Mittel» zur Pandemiebekämpfung anzusehen. Die belastenden Folgen selbst kurzfristiger Schulschließungen auf das Wohlbefinden und die Zukunftsperspektiven von Kindern würden in der Debatte zu wenig berücksichtigt.

Unter anderem die EU-Kommission hatte dazu geraten, eine Verlängerung der Schulferien oder des Online-Unterrichts nach den Feiertagen zu erwägen, um das Infektionsrisiko zu begrenzen. Die Politik in Deutschland hatte zuletzt - anders als im Frühjahr - das Ziel ausgegeben, Kitas und Schulen offen halten.

Jennifer Günzel

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