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20201209091444

Weidel sieht Deutschland am Abgrund - AfD lehnt «Lockdown» ab

08:39
09.12.2020
Die AfD sieht Deutschland nach rund zehn Monaten Corona-Krise wirtschaftlich am Abgrund. «Auch nach einem Dreivierteljahr stochern Sie immer noch im Nebel und klammern sich an die untaugliche Holzhammermethode "Lockdown", die mehr Kollateralschäden anrichtet als Nutzen im Kampf gegen das Coronavirus», sagte die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel am Mittwoch im Plenum des Bundestages zu Beginn einer Generaldebatte über den Kurs der Bundesregierung.

Weidel griff Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in ihrer Rede mehrfach direkt an. Sie sagte: «Nach 15 Merkel-Jahren ist Deutschland ein Land, das seine Grenzen nicht gegen illegale Einwanderung schützen will, aber seine Bürger mit Ausgangssperren überzieht und Heerscharen von Polizisten zur Kontrolle der Maskenpflicht im Zugverkehr abkommandiert.» Sie warf der Kanzlerin vor, das Gespür für die Nöte der Bürger verloren zu haben. Merkel sei, «die beste Kanzlerin, die Grüne und Linke je hatten», führte sie aus, begleitet von zahlreichen empörten Zwischenrufen von Abgeordneten anderer Fraktionen.

(dpa)

Arbeitskosten nach Corona-Schock wieder leicht gesunken

08:38
09.12.2020
Die Kosten für eine geleistete Arbeitsstunde in Deutschland sind im dritten Quartal wieder zurückgegangen. Nach dem coronabedingten Anstieg im zweiten Quartal sind die Kosten nun um 1,7 Prozent gesunken, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden berichtete.

Zwischen April und Juni war die Zahl der geleisteten Stunden wegen Kurzarbeit und anderen Maßnahmen stark zurückgegangen, so dass rechnerisch die Stundenkosten stiegen. Dieser Trend scheint nun gestoppt. Die Arbeitskosten von Juli bis einschließlich September lagen aber dennoch 1,7 Prozent über denen aus dem vergleichbaren Vorjahresquartal.

Im europäischen Vergleich lag die deutsche Volkswirtschaft beim Kostenanstieg im Mittelfeld. Nach den jüngsten vorliegenden Zahlen aus dem zweiten Quartal dieses Jahres verteuerte sich die Arbeitsstunde hierzulande um 3,6 Prozent. Das war weniger als im EU-Schnitt (4,0 Prozent) und im Euro-Raum (4,1 Prozent), aber auch deutlich mehr als beispielsweise in Frankreich (2,6 Prozent). In sieben Mitgliedsstaaten der EU gingen die Arbeitskosten sogar zurück, so zum Beispiel in Dänemark, Irland und den Niederlanden.

(dpa)

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