Die Exporte aus Deutschland haben trotz anhaltender Erholung das Vorkrisen-Niveau noch nicht erreicht. Die Ausfuhren legten im Oktober im Vergleich zum September um 0,8 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Mit einem Volumen von 112,0 Milliarden Euro lagen sie allerdings 6,5 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Gegenüber dem Vorkrisenmonat Februar wurde ein Minus von 6,8 Prozent verzeichnet.
Zeitweilige Grenzschließungen, Störungen in der Logistik und Unterbrechungen der Lieferketten zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr hatten das Geschäft mit «Made in Germany» ausgebremst. Nach der Erholung im Sommer befürchtet die Wirtschaft einen neuerlichen Rückschlag, weil in vielen Ländern die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zuletzt wieder verschärft wurden.
Von Januar bis einschließlich Oktober blieben die deutschen Ausfuhren mit 992,1 Milliarden Euro um 11,2 Prozent unter dem Niveau der ersten zehn Monate des Vorjahres.
Die Einfuhren nach Deutschland lagen im Oktober mit 92,7 Milliarden Euro um 5,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Für die ersten zehn Monate ergab sich ein Volumen 844,0 Milliarden Euro und damit ein Rückgang um 8,9 Prozent zum Vorjahreszeitraum.