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20201209083931

Export arbeitet sich weiter aus Corona-Tief

08:37
09.12.2020
Die Exporte aus Deutschland haben trotz anhaltender Erholung das Vorkrisen-Niveau noch nicht erreicht. Die Ausfuhren legten im Oktober im Vergleich zum September um 0,8 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Mit einem Volumen von 112,0 Milliarden Euro lagen sie allerdings 6,5 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Gegenüber dem Vorkrisenmonat Februar wurde ein Minus von 6,8 Prozent verzeichnet.

Zeitweilige Grenzschließungen, Störungen in der Logistik und Unterbrechungen der Lieferketten zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr hatten das Geschäft mit «Made in Germany» ausgebremst. Nach der Erholung im Sommer befürchtet die Wirtschaft einen neuerlichen Rückschlag, weil in vielen Ländern die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zuletzt wieder verschärft wurden.

Von Januar bis einschließlich Oktober blieben die deutschen Ausfuhren mit 992,1 Milliarden Euro um 11,2 Prozent unter dem Niveau der ersten zehn Monate des Vorjahres.

Die Einfuhren nach Deutschland lagen im Oktober mit 92,7 Milliarden Euro um 5,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Für die ersten zehn Monate ergab sich ein Volumen 844,0 Milliarden Euro und damit ein Rückgang um 8,9 Prozent zum Vorjahreszeitraum.

(dpa)

Ifo-Institut korrigiert Zahl der Kurzarbeiter stark nach unten

08:37
09.12.2020
Das Münchner Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung hat seine Schätzung für die Zahl der Beschäftigten in Kurzarbeit deutlich nach unten korrigiert. Demnach waren im Oktober in Deutschland etwa 1,8 Millionen Menschen in Kurzarbeit und nicht 3,3 Millionen, wie Ende Oktober vom Ifo-Institut geschätzt. Als Grund für die Korrektur nannte die Forschungseinrichtung am Mittwoch, «dass die Bundesagentur für Arbeit erstmals die endgültigen Mai-Zahlen veröffentlicht hat und diese mit den ursprünglichen Ifo-Schätzungen verglichen werden konnten».

Nach den jüngsten Berechnungen dürften im November etwa 2,0 Millionen Menschen in Kurzarbeit gewesen sein, also rund 200 000 mehr als im Vormonat. Der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Kurzarbeit sei damit innerhalb eines Monats von 5,4 Prozent auf 5,9 Prozent gestiegen. «Das ist vor allem auf die Wirtschaftszweige zurückzuführen, die vom seit Anfang November geltenden Lockdown light betroffen sind», sagte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link.

So dürfte sich im Gastgewerbe die Zahl der Kurzarbeiter im Vergleich zum Vormonat mehr als verdoppelt haben. Auch im Handel sei ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Im Verarbeitenden Gewerbe sei der Anteil der Beschäftigten in Kurzarbeit dagegen erneut gesunken und dürfte erstmals seit Beginn der Corona-Krise unter 10 Prozent liegen, hieß es. Die Schätzungen beruhten auf der monatlichen Konjunkturumfrage des Ifo-Instituts unter rund 7000 Unternehmen.

(dpa)

Bartsch über Corona-Strategie: Bundesregierung hat Sommer verschlafen

08:36
09.12.2020
Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hat der Bundesregierung ein zu zögerliches Handeln in der Corona-Pandemie vorgeworfen. «Wir haben Monate versäumt. Die Bundesregierung hat im Sommer verschlafen», sagte Bartsch am Mittwoch im ARD-«Morgenmagazin». Was man jetzt brauche, sei eine mittelfristige Strategie, die den Menschen Sicherheit und Planbarkeit gebe. Vor allem gemeinsames Handeln der Länder sei in der jetzigen Situation wichtig.

«Mich stört im Moment, dass jeder Politiker und jeder Politikerin auch noch mal eine Forderung stellen muss», sagte er. Solche Alleingänge, wie etwa durch Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), würden Chaos verbreiten. «Wir haben dramatische Entwicklungen – gerade dann braucht man einen kühlen Kopf und nicht zittrige Hände am Panikknopf», so Bartsch weiter.

(dpa)

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