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20201208045451

14 054 Fälle: Corona-Neuinfektionen leicht über Vorwochenniveau

04:53
08.12.2020
Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt in Deutschland auf hohem Niveau. Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 14 054 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet, wie aus Zahlen des RKI vom Dienstagmorgen hervorgeht. In der Vorwoche waren es am Dienstag 13 604 neue Fälle. Der bisherige Höchststand war am 20. November mit 23 648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Binnen eines Tages sind außerdem 423 neue Todesfälle gemeldet worden. In der Vorwoche lag dieser Wert noch bei 388.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Der bisherige Höchststand von 487 gemeldeten Todesfällen binnen eines Tages wurde am vergangenen Mittwoch erreicht. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 19 342.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1 197 709 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 08.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 881 800 Menschen inzwischen genesen.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 1,06 (Vortag: 1,10). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 106 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

(dpa)

DIW-Studie: Corona-Konjunkturpaket der Bundesregierung wirkt

04:51
08.12.2020
Das Konjunkturprogramm der Bundesregierung zur Abfederung der Corona-Krise zeigt einer Studie zufolge Wirkung. Es stabilisiere bereits jetzt die Wirtschaftslage und dürfte mittelfristig das Wachstum anschieben, heißt es in einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag des Finanzministeriums, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Die schwarz-rote Koalition hatte sich im Sommer auf ein mehr als 130 Milliarden Euro schweres Paket unter anderem mit geringerer Mehrwertsteuer, Hilfen für Kommunen und Zuschüssen für Familien verständigt. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaftsleistung dadurch in diesem Jahr um 1,3 und im kommenden Jahr um 1,5 Prozent höher liegt als in einem Szenario ohne Konjunkturpaket.

Die Bundesregierung geht derzeit davon aus, dass die deutsche Wirtschaft 2020 deutlich schrumpft, im kommenden Jahr aber wieder Fahrt aufnimmt. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) geht für 2020 von einem Einbruch um 5,5 Prozent aus. Dieser wäre mit der historischen Rezession 2009 infolge der globalen Finanzkrise vergleichbar. Damals wurde ein Minus von 5,7 Prozent verzeichnet.

Nach Einschätzung des DIW wird das Konjunkturpaket vor allem mittelfristig helfen. Zwar ziele der Großteil der Maßnahmen wie Überbrückungshilfen und Subventionen darauf ab, Unternehmen kurzfristig zu entlasten. Doch rentiere sich das Programm durch Investitionen in Höhe von rund 45 Milliarden Euro vor allem in den Jahren bis 2024. Bis dahin generiere ein Euro öffentliche Mehrausgabe rund 1,1 Euro zusätzliche Wirtschaftsleistung. Auch wenn die finanzpolitischen Maßnahmen selbst ausliefen, wirke das Konjunkturprogramm durch die längerfristigen Investitionen nach.

Die Wissenschaftler weisen allerdings darauf hin, dass die Corona-Pandemie die Effekte des Konjunkturprogramms in den kommenden Monaten reduzieren könnte, etwa, wenn die Infektionen weiter steigen und das öffentliche Leben wieder stärker eingeschränkt werden muss.

(dpa)

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