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20201208045213

Spahn: Härtere Maßnahmen bei anhaltend hohen Infektionszahlen nötig

04:46
08.12.2020
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält schärfere Kontaktbeschränkungen für notwendig, sollten die hohen Corona-Infektionszahlen nicht zeitnah zurückgehen. «Der Ansatz, kurz und umfassender, um wirklich einen Unterschied zu machen, ist wahrscheinlich der erfolgreichere. Wenn wir nicht hinkommen mit der Entwicklung der nächsten ein, zwei Wochen bis Weihnachten, dann müssen wir das diskutieren», sagte Spahn am Montag dem Fernsehsender Phoenix. Härtere Maßnahmen für einen kürzeren Zeitraum würden auch eher von den Bürgern verstanden «als eine Seitwärtsbewegung der Infektionszahlen mit wahnsinnig viel Ermüdung».

Der Minister schloss nicht aus, dass es auch einen erneuten Lockdown im Einzelhandel geben könnte. «Wir müssen das abhängig machen von den nächsten Tagen, ob es uns gelingt, die Zahlen runterzubringen.» Auch künftig würden die Bundesländer individuelle Konzepte verfolgen, was er aufgrund unterschiedlicher Inzidenzzahlen auch für richtig halte. «Wir müssen in Sachsen andere Maßnahmen ergreifen als in Schleswig-Holstein, wenn das Ganze Akzeptanz behalten soll.»

(dpa)

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Montag, 7. Dezember

Narrengericht fällt im Jahr 2021 wegen Corona aus

19:46
07.12.2020
Das berüchtigte Stockacher Narrengericht gegen einen prominenten Politiker fällt im Jahr 2021 coronabedingt aus. Daneben werde es auch keine Umzüge, Bälle, bunten Abende oder Saalveranstaltungen geben, teilte die Fasnachts-Institution am Montag mit. «Uns schmerzt das närrische Herz, aber es ist die einzig sinnvolle und verantwortungsbewusste Entscheidung», sagte Narrenrichter Jürgen Koterzyna laut Mitteilung.

Das mehr als 600 Jahre alte «Hohe Grobgünstige Narrengericht zu Stocken» gehört zu den Höhepunkten der schwäbisch-alemannischen Fastnacht im Südwesten. Auf der Anklagebank der Institution saßen bereits Franz Josef Strauß (CSU), Angela Merkel (CDU) und Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Letztere geriet 2019 im Anschluss an die Verhandlung für Aussagen zum dritten Geschlecht in die Kritik.

Die Narrengerichtsverhandlung lebe von den spontanen Reaktionen des Publikums im Saal, hieß es in der Mitteilung. Daher habe man sich gegen eine Verhandlung in Studioatmosphäre entschieden. Doch man werde andere Angebote machen, damit die Fastnacht «für alle, auch daheim und im Kleinen», erlebbar bleibe.

(dpa/lsw)

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