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20201207141340

Hohe Nachfrage in Corona-Zeiten: Merck baut Produktion in USA aus

14:12
07.12.2020
Angesichts der hohen Nachfrage in der Corona-Pandemie baut Merck die Produktion von Laborausrüstung in den USA aus. Der Darmstädter Dax-Konzern investiert rund 40 Millionen Euro, um seine Kapazitäten in Danvers (Massachusetts) und in Jaffrey, (New Hampshire) sei zu erweitern, wie Merck am Montag mitteilte. Mit dem Ausbau bis 2021 bzw. 2022 würden dort fast 700 Jobs geschaffen. Die Standorte lieferten wichtige Produkte und Dienstleistungen für Kunden aus der biopharmazeutischen Produktion, darunter solche, die lebensrettende Therapien und Corona-Impfstoffe entwickelten, hieß es.

Die Corona-Pandemie befeuere die «beispiellose» Nachfrage etwa nach Virusfiltrationstechnologien, sagte Chris Ross, Interimsleiter des Unternehmensbereichs Life Science von Merck. Errichtet werden demnach unter anderem neue Produktionslinien und Anlagen für die Herstellung von Filtrationsgeräten und Membranprodukten. Sie werden eingesetzt, um virale Kontaminationen bei Therapien zu eliminieren und die Sterilität von Arzneimitteln zu sichern.

Merck liefert Laborbedarf an mehr als 50 Corona-Impfstoffentwickler weltweit sowie Produkte und Reagenzien für die Diagnostik. Die Nachfrage werde hier länger anhalten, sagte Vorstandschef Stefan Oschmann im November. Davon profitiert die Laborsparte des Konzerns.

(dpa)

Altmaier: Bisherige Corona-Maßnahmen reichen nicht aus

13:40
07.12.2020
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hält die bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus für nicht ausreichend. Altmaier sagte am Montag mit Blick auf die anhaltend hohen Infektionszahlen, man werde in den nächsten Tagen und Wochen sehr intensive Beratungen führen müssen. Die Entwicklung der Zahlen sei «weit hinter unseren Erwartungen zurück», sagte Altmaier. «Man wird sagen können und sagen müssen, dass unsere bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen, um die zweite Infektionswelle wirklich zu brechen.» Der Minister äußerte sich in Berlin vor einer Videokonferenz der für Telekommunikation zuständigen EU-Minister.

Nach der Konferenz sagte Altmaier, wenn man wolle, dass Weihnachten in einem bescheidenen familiären Rahmen möglich ist, müsse man sich frühzeitig Gedanken darüber machen, was davor und danach geschehen müsse. Für ihn sei das Mindeste, dass es in Corona-Hotspots zusätzliche Maßnahmen gebe. Es sei außerdem die Frage wichtig, was nach Weihnachten geschehe - dies solle rechtzeitig vor Weihnachten beschlossen werden, damit alle Beteiligten sich auch darauf einstellen könnten.

Politiker von Bund und Ländern hatten bereits härtere Beschränkungen für Hotspots mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen gefordert. Das bayerische Kabinett hatte am Sonntag neue Maßnahmen beschlossen. Auch ein weiteres Treffen von Bund und Ländern noch vor Weihnachten steht im Raum. Bislang ist eine neue Ministerpräsidentenkonferenz für den 4. Januar geplant.

(dpa)

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