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Österreichs Skispringer melden vier weitere Corona-Fälle

16:17
06.12.2020
Österreichs Skispringer werden weiter von positiven Corona-Fällen im eigenen Team geplagt. Bei Routinetests im russischen Nischni Tagil wurden in Daniel Huber, Thomas Lackner, Jan Hörl und Manuel Fettner vier Athleten positiv auf das Virus getestet, wie der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Sonntag mitteilte. Der 27 Jahre alte Huber hatte am Samstag noch den zweiten Platz im Einzel belegt und ist bisher einer der besten Athleten des laufenden Winters. Der ÖSV teilte mit, beim Springen am Sonntag (16.00 Uhr/ARD und Eurosport) nicht an den Start zu gehen. Auch eine Quarantäne vor Ort stehe im Raum.

Österreich ist ohnehin schon mit einem B-Kader unterwegs, weil zuvor auch Weltcup-Rekordsieger Gregor Schlierenzauer, Trainer Andreas Widhölzl, Gesamtweltcup-Sieger Stefan Kraft sowie Michael Hayböck und Philipp Aschenwald positiv getestet wurden. Ob und in welcher Besetzung der ÖSV am nächsten Wochenende bei der Skiflug-WM in Planica an den Start gehen kann, ist noch nicht abzusehen.

(dpa)

Lauterbach fordert mehr Personal für Robert Koch-Institut

16:16
06.12.2020
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat eine personelle Aufstockung des in der Corona-Krise besonders beanspruchten Robert Koch-Instituts (RKI) gefordert. Konkret geht es um die IT-Abteilung, wie Lauterbach der «Welt am Sonntag» sagte. Nach Angaben der Zeitung bewilligte der Haushaltsausschuss des Bundestags dem Institut für den IT-Bereich Ende November nur 4 neue Stellen - von 68, die das Institut beantragt habe. Damit habe der Ausschuss einem Entwurf der schwarz-roten Bundesregierung zugestimmt.

Lauterbach sagte der Zeitung: «Der Personalhaushalt des RKI für
IT-Aufgaben muss sofort aufgestockt werden.» Das RKI könne sonst seine zahlreichen Aufgaben nicht ausreichend schnell erfüllen. «Das können wir uns jetzt nicht wirklich leisten, hier zu sparen.»

Eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums äußerte sich am Sonntag auf Anfrage nicht zu der im Bericht genannten konkreten Stellenzahl. Sie teilte aber mit, ihr Ministerium habe sich wiederholt dafür eingesetzt, die IT-Ausstattung des RKI zu stärken. «Dort, wo es nicht möglich war, dies durch dauerhafte Stellen zu hinterlegen, sind stattdessen zum Teil erhebliche Finanzmittel geflossen, um zum Beispiel Dritte zu beauftragen und entsprechende Leistungen auf dem Markt einzukaufen.»

Ähnlich wie Lauterbach äußerte sich auch der FDP-Obmann im Gesundheitsausschuss des Bundestags, Andrew Ullmann. In der Pandemie zeige sich, dass die IT-Abteilung des Instituts über Jahre hinweg zu schlecht ausgestattet worden sei. «Dafür kriegen wir jetzt die Quittung in der Pandemie,» sagt Ullmann der Zeitung. So seien die Meldungen per Fax, telefonische Quarantäne-Kontrollen und die Zettelwirtschaft mit dafür verantwortlich, dass Gesundheitsämtern schon bei vergleichsweise geringen Fallzahlen die Überlastung drohe.

(dpa)

Hunderte gehen in Düsseldorf gegen «Querdenken»-Demo auf die Straße

16:15
06.12.2020
Anhänger der «Querdenken»-Initiative haben sich am Sonntag im Düsseldorfer Rheinpark versammelt, um gegen die Corona-Beschränkungen zu demonstrieren. In ihrem Aufruf im Vorfeld war von einer «Masken-Lüge» die Rede. Die Veranstalter hatten 1000 Teilnehmer angemeldet. Ein dpa-Reporter schätzte die Zahl auf etwa 800.

Zugleich gingen an verschiedenen Orten in der Innenstadt geschätzt ähnlich viele Gegendemonstranten des Bündnisses «Düsseldorf stellt sich quer» (DSSQ) auf die Straße. Zu Teilnehmerzahlen machte die Polizei zunächst keine Angaben. Die Beamten waren im gesamten Innenstadtgebiet vor Ort.

Unter den Gegendemonstranten waren auch Vertreter von Kirchen, Gewerkschaften, Krankenhaus- und Pflegepersonal, Kulturschaffende vom Bündnis «Düsseldorfer Appell», das sich gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus wendet. Die Initiative «Querdenken 0711» hatte ursprünglich 20 000 Teilnehmer ihrer Demonstration genannt, dann die Zahl aber selbst auf nur 1000 korrigiert. Für den Aufruf hatten die Veranstalter zunächst mit dem Konterfei von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) geworben, das Foto aber nach Intervention der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei gelöscht.

In den vergangenen Tagen war eine Diskussion entbrannt, ob die «Querdenken»-Bewegung vom Verfassungsschutz beobachtet werden sollte. Zuvor waren Hinweise auf eine Radikalisierung und Unterwanderung durch Extremisten aufgetaucht. Anhänger der Initiative und Ableger der Bewegung sind in den vergangenen Monaten in zahlreichen deutschen Städten gegen Beschränkungen in der Coronakrise auf die Straße gegangen.

(dpa)

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