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Merkel: «Uns fehlt, was die Künstler uns sonst geben»

17:14
05.12.2020
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Schließung von Kultureinrichtungen wegen der Corona-Pandemie als bitter bedauert. Dass in diesen Wochen Theater, Kinos, Opern, Museen, Clubs und viele andere Einrichtungen geschlossen sein müssten, sei besonders bitter, sagte Merkel in ihrem am Samstag ausgestrahlten Videopodcast. «Uns fehlt, was die Künstler uns dort sonst geben und was nur sie uns geben können.» Deswegen sei es wichtig, dass umfangreiche Hilfe auch für Künstler und Kreative geleistet werde.

Kinos und Theater, Museen und Konzertbühnen, Orte für kleine Kunst und große Auftritte sind seit März mit Unterbrechung eingeschränkt und seit Anfang November wieder geschlossen. Die Folgen für Institutionen wie Betroffene sind oft dramatisch. Fast 170 Milliarden Euro erwirtschaftete die Kultur- und Kreativszene 2018 mit knapp 260 000 Unternehmen und 1,7 Millionen Mitarbeitern. Aber viele Kulturschaffende verdienen auch zu normalen Zeiten unter Durchschnitt.

(dpa)

Spahn fürchtet Verteilungskonflikte um Impfstoff

17:13
05.12.2020
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fürchtet zum Start der Corona-Impfungen in Deutschland Verteilungskonflikte. Anfangs werde die Menge an Impfstoffen begrenzt sein, sagte Spahn am Samstag bei einer Online-Diskussion in Berlin. Nach aktuellem Stand werde es im Januar in Deutschland für eine zweistellige Millionenzahl an Impfwilligen nur drei Millionen Impfdosen geben. Deshalb werde es eine «sehr harte Priorisierung» geben. Spahn sagte, er rechnet mit emotionalen Diskussionen.

«Es wird ja nicht umsonst an Konzepten gearbeitet, bis hin zu polizeilichem Schutz der Impfzentren», fügte der Minister hinzu. Möglicherweise werde es Situationen geben, in denen Leute sagten: «Ich will jetzt aber», aber noch nicht an der Reihe seien. Dann rechne er aber mit einer Entspannung. «Wir reden hier nicht über Jahre, sondern wir reden hier über Monate, in denen wir eine absolute Priorisierung brauchen.» Er sei zuversichtlich, dass die Pandemie im Herbst oder Winter 2021 unter Kontrolle sein werde, weil dann ausreichend Impfstoffe zur Verfügung stünden.

Risikogruppen - also Ältere und Kranke -, Beschäftigte im Gesundheitsdienst und in zentralen Bereichen der Daseinsvorsorge sollen nach den Plänen der Bundesregierung zuerst geimpft werden. Als «Hauptkriterium» nannte Spahn das Alter. Wer Vorerkrankungen habe, brauche eine Bescheinigung vom Haus- oder Facharzt. Von Ärzten erwarte er Aufgeschlossenheit, sich selbst impfen zu lassen. Eine Impfpflicht werde es aber auch für sie nicht geben.

Derzeit würden in den Impfzentren bereits «Probeläufe» gemacht, sagte Spahn weiter. Die Vergütung der dortigen Ärzte werde durch Verträge der Länder oder Behörden vor Ort mit den Kassenärztlichen Vereinigungen geregelt, in der Regeln mit stundenweiser Bezahlung. Die ebenfalls geplanten mobilen Impfteams sollten organisatorisch an die Impfzentren angedockt werden.

(dpa)

Erneuter Corona-Befund bei Stuttgarts Handball-Trainer Schweikardt

17:12
05.12.2020
Trainer Jürgen Schweikardt vom TVB Stuttgart ist erneut positiv auf Corona getestet worden. Das teilte der schwäbische Handball-Bundesligist am Samstag mit. Nachdem er das Testergebnis vom vergangenen Montag erhalten hat, habe sich der 40-Jährige direkt in häusliche Quarantäne begeben. Schweikardt habe leichte Symptome einer Erkältung und bleibe bis Mitte nächster Woche in Isolation. Da alle weiteren Trainer, Spieler und Betreuer des TVB seither noch dreimal negativ getestet worden seien, könne die Partie bei der HSG Wetzlar am Sonntag (16.00 Uhr) stattfinden. Co-Trainer Karsten Schäfer soll die Stuttgarter dabei coachen.

Es ist bereits der zweite positive Befund bei Schweikardt innerhalb weniger Monate. «Dieses Mal fühlt es sich wirklich nach einer Infektion an», sagte er. «Anders war dies im Spätsommer, hier war ich völlig überrascht vom positiven Test, da es für mich keinerlei Anzeichen für eine Erkrankung gab und ich drei Tage später bereits wieder einen negativen Befund hatte.» Diesmal bestätigte der zweite Test eine Infektion mit dem Virus.

(dpa/lsw)

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