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20201205171312

Bremer Polizei im Großeinsatz: Kaum «Querdenker», aber Gegen-Demos

14:44
05.12.2020
Die Bremer Polizei hat am Samstag mit einem massiven Aufgebot von Einsatzkräften und mehreren Wasserwerfern Präsenz in der Hansestadt gezeigt. Damit wollte die Polizei das am Samstag auch vom Bundesverfassungsgericht bestätigte Verbot einer «Querdenker»- Demonstration gegen die Corona-Politik am Hauptbahnhof durchsetzen. Dort versammelten sich am Nachmittag aber vor allem Teilnehmer von Gegendemonstrationen, die nicht verboten worden waren. Auf beiden Seiten des Bahnhofs zählte die Polizei insgesamt etwa 400 Teilnehmer.

Auch einige der «Querdenken»-Bewegung zuzurechnende Demonstranten seien vor Ort gewesen, so eine Polizeisprecherin. «Bislang verlief alles friedlich.» An einer befahrenen Kreuzung unweit des Bahnhofs kam es zu Verkehrsbehinderungen, weil sich dort etwa 100 Personen aufhielten. Die Polizei sei auch im Einsatz, um ein Aufeinandertreffen beider Seiten zu vermeiden. Auch direkt vor dem Rathaus am Markt waren zwei Wasserwerfer postiert.

Unterstützt wurden die Bremer Beamten von Polizeikräften aus anderen Länder und der Bundespolizei. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hatte das Verbot am Samstag erst wenige Stunden vor dem geplanten Veranstaltungsbeginn bestätigt. Bei der Demonstration der Initiative «Querdenken 421» unter dem Motto «Bundesweites Fest für Frieden und Freiheit» waren bis zu 20 000 Teilnehmer auf der Bürgerweide am Hauptbahnhof erwartet worden.

(dpa)

Intensivmediziner warnt vor Gefahr von dritter Welle nach Feiertagen

14:43
05.12.2020
Mediziner sehen die Regelungen für Weihachten und Silvester kritisch und warnen vor der Gefahr einer dritten Corona-Welle. «Zehn Personen aus bis zu zehn Haushalten zuzulassen, erscheint mir zu freizügig, gerade an Silvester, wo ein solches Szenario ja - anders als am Weihnachtsabend - durchaus nicht unrealistisch ist», sagte der Generalsekretär der Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGÄI). Bernhard Zwißler, der Deutschen Presse-Agentur. «Hier könnte eine dritte Welle wieder Schwung nehmen.»

Der Teil-Lockdown zeige Wirkung, wenngleich langsamer und weniger stark als erhofft. «Es sieht momentan so aus, als würde sich die Situation etwas beruhigen. Die Situation ist allerdings höchst fragil», sagte der Leiter der Klinik für Anästhesiologie am LMU Klinikum der Uni München.

Der Scheitel der zweiten Welle im Hinblick auch auf die Zahl stationär behandelter Patienten und Intensivpatienten scheine dieser Tage erreicht zu sein. «Ich gehe davon aus, dass die Zahlen hier in den nächsten Wochen bis Weihnachten weiter langsam sinken werden.»

Dennoch bleibe die Lage bedenklich. «Bei uns am Klinikum sind zwei komplette Intensivstationen nur mit Covid-Patienten belegt; andere Städte in Deutschland sind noch stärker betroffen.» Derzeit müssten in Deutschland immer noch deutlich mehr Patienten intensivmedizinisch versorgt werden als in der Spitze im Frühjahr.

(dpa)

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