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Zeitungen: Spahn schlägt neues Corona-Konzept für Schulen vor

11:25
22.11.2020
Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat ein neues Konzept zur Eindämmung von Corona-Infektionen in Schulen vorgeschlagen. «Infektionsketten wirklich unterbrechen und gleichzeitig lebenspraktisch bleiben, das ist die Aufgabe», sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag). Konkret schlug er vor, dass beim Auftreten eines Infektionsfalls umgehend die betroffene Klasse in die häusliche Isolation geschickt wird. Bisher ist das teilweise nicht oder nur bei den unmittelbaren Sitznachbarn Infizierter der Fall.

«Nach negativen Schnelltests am fünften Tag könnten die Schülerinnen und Schüler wieder in die Schule zurückkehren», sagte Spahn. Ob das aus Sicht der Länder vor Ort umsetzbar sei, darüber müsse man am Mittwoch sprechen.

Dann wollen die Länderchefs zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Schalte über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie entscheiden. Zur gegenwärtigen Infektionslage sagte Spahn: «Wir haben sicheren Boden unter den Füßen, aber wir sind noch nicht über den Berg.» Es komme darauf an, ob die Zahlen in den nächsten Tagen sinken. «Davon wird am Mittwoch viel abhängen.»

(dpa)

Berichte: Premier Johnson will Corona-Regeln zu Weihnachten lockern

11:24
22.11.2020
Das Weihnachtsfest im Kreise der Liebsten ist Berichten zufolge für viele Briten trotz Corona-Pandemie gesichert. Zwischen dem 22. und 28. Dezember wolle Premier Boris Johnson hierfür einige Vorschriften lockern, schrieb der «Telegraph» am Sonntag. Details zu neuen Corona-Maßnahmen wird Johnson am Montag bekanntgeben, wie ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur in London sagte.

In Umfragen hatten viele Briten erklärt, sie würden Pandemie-Regeln brechen, um ihre Angehörigen an Weihnachten doch noch besuchen zu können. Nach einem Bericht des Senders Sky News sollen über Weihnachten auch die Kirchen offen sein und Besuche von Pubs und Restaurants unter bestimmten Auflagen ermöglicht werden.

Bis Anfang Dezember gibt es in England noch einen Teil-Lockdown. In der Zeit gelten sehr strikte Kontaktbeschränkungen und die meisten Geschäfte sind geschlossen. Schulen und Universitäten sind hingegen geöffnet. Danach wird laut Downing Street wieder das dreistufiges System gelten, in dem unterschiedlich scharfe Maßnahmen greifen.

Wahrscheinlich müssten mehr Regionen in eine höhere Stufe eingeordnet werden, teilte am Sonntag die Regierung mit. Mit Massentests und Impfungen hofft sie, in den kommenden Monaten die Pandemie in den Griff zu bekommen. Jeder britische Landesteil entscheidet im Kampf gegen das Coronavirus über seine eigenen Maßnahmen.

Johnson wird vorgeworfen, falsch auf die Corona-Krise reagiert zu haben. Er arbeitet zurzeit in Isolation, weil er Kontakt mit einem Infizierten hatte. Bislang sind etwa 55 000 Corona-Infizierte in Großbritannien gestorben - so viele wie in keinem anderen europäischen Land. In den vergangenen zwei Wochen zählte Großbritannien mit seinen rund 68 Millionen Einwohnern laut der EU-Seuchenbehörde ECDC 491 Infektionen pro 100 000 Menschen.

(dpa)

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