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Teamchef: Corona-Infektion verzögert Hamilton-Vertragsgespräche

17:51
04.12.2020
Die Corona-Infektion von Lewis Hamilton verzögert die Verhandlungen des Formel-1-Weltmeisters über einen neuen Vertrag mit Mercedes weiter. «Der Zeitplan ist verlängert, bis er sich erholt. Priorität hat, dass er wieder auf die Beine kommt», sagte Teamchef Toto Wolff am Freitag vor dem vorletzten Saisonrennen in Bahrain.

Der 35 Jahre alte Hamilton musste sich zu Wochenbeginn in Quarantäne begeben und wird zumindest am Sonntag in Sakhir nicht starten. Der Vertrag des Briten läuft am Saisonende aus. Wolff versicherte aber erneut, dass Hamilton nach seiner Genesung einen neuen Kontrakt unterzeichnen werde.

Ob der siebenmalige Champion zum Saisonabschluss in einer Woche in Abu Dhabi wieder fahrbereit ist, wollte Wolff nicht garantieren. «Es ist völlig denkbar, aber es wäre eine sehr positive Entwicklung», sagte der Österreicher. Andere Spitzensportler seien sehr lange nach einer Infektion noch positiv getestet worden. Hamilton zeige zwar nur milde Symptome, liege aber im Bett und fühle sich nicht wirklich wohl, ließ Wolff wissen.

In Bahrain wird Hamilton von Landsmann George Russell vertreten, der sonst für Williams fährt. Wolff bestritt, dass der 22-Jährige zur neuen Saison noch Stammpilot Valtteri Bottas aus dem Mercedes-Cockpit verdrängen könnte, wenn er diesen bei seinem Nothilfe-Einsatz sofort hinter sich lässt. «Wir haben totales Vertrauen in Valtteri und sind immer loyal, das ist unsere Position», sagte Wolff. Der Finne habe einen gültigen Vertrag für die nächste Saison.

(dpa)

Giffey für frühe Corona-Impfungen von Kita-Personal

17:39
04.12.2020
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, dass Kita- und Hort-Erzieherinnen und Erzieher mit zu den Ersten gehören sollen, die eine Corona-Impfung bekommen können. «Weil sie systemrelevant sind, weil es Priorität ist, dass wir hier keinen Ausfall von Personal haben», sagte Giffey am Freitag nach Beratungen mit dem sogenannten Corona-Kita-Rat. In dem Gremium tauschen sich seit dem Sommer Vertreter von Bund, Ländern, Kommunen, Gewerkschaften, Eltern und Kindertagespflege regelmäßig über Erfahrungen und Konzepte im Umgang mit der Pandemie in den Kitas aus.

Der «ganz klare Appell» aus dem Corona-Kita-Rat sei es, dass Erzieherinnen und Erzieher in Kita und Hort mitzudenken seien, wenn über Prioritäten beim Impfen und über systemrelevante Personen gesprochen werde. «Das halte ich für einen ganz wichtigen Punkt, um den wir uns jetzt auch bemühen werden.» Nach Giffeys Angaben sind momentan 84 Prozent des Kita-Personals im Einsatz. Die coronabedingten Ausfälle bewegten sich im einstelligen Bereich. Darüber hinaus gebe es andere jahreszeitbedingte Krankheitsausfälle.

Der Deutsche Ethikrat, die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina und die am Robert Koch-Institut (RKI) angesiedelte Ständige Impfkommission hatten im November empfohlen, dass Ältere und Vorerkrankte in die vorrangig zu priorisierende Personengruppe gehören sollen. Zu einer zweiten bevorzugten Gruppe sollen demnach Gesundheits- und Pflegebeschäftigte gehören. Darüber hinaus seien unter anderem Polizisten, Feuerwehrleute und Lehrer prioritär zu schützen. Eine endgültige Festlegung gibt es noch nicht.

(dpa)

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