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20201204173931

Corona-Pandemie: Krankenkassen machen Defizit von 1,7 Milliarden Euro

17:37
04.12.2020
Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland haben in den ersten neun Monaten dieses Jahres insgesamt 1,7 Milliarden Euro Verlust gemacht. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte, dass die Pandemie immer deutlichere Spuren bei den Einnahmen und Ausgaben der Krankenkassen hinterlasse. «Daher werden wir der gesetzlichen Krankenversicherung in diesem und auch im nächsten Jahr durch einen zusätzlichen Bundeszuschuss unter die Arme greifen», erklärte der CDU-Politiker am Freitag. So werde man die Lasten fair und leistungsgerecht auf verschiedene Schultern verteilen.

Bis auf die landwirtschaftliche Krankenversicherung, die einen Überschuss von rund 45 Millionen Euro erzielte, hätten alle Krankenkassenarten Defizite verbucht, heißt es in der Mitteilung weiter. So stiegen etwa die Leistungsausgaben um knapp 4,2 Prozent, die Verwaltungskosten um 5,8 Prozent.

Insgesamt standen den Krankenkassen laut Bundesgesundheitsministerium Einnahmen in Höhe von 194,7 Milliarden Euro Ausgaben von rund 196,3 Milliarden Euro gegenüber. Trotz des Defizits hatten die Krankenkassen laut der Mitteilung zum Stichtag 30. September Reserven in Höhe von 17,8 Milliarden Euro. Das entspreche 81 Prozent ihrer Monatsausgaben und sei damit vier Mal so hoch wie die gesetzlich vorgesehene Mindestreserve.

(dpa)

Tschechien öffnet Skigebiete trotz Corona am 18. Dezember

17:35
04.12.2020
Die Skigebiete in Tschechien dürfen vom 18. Dezember an öffnen. Das gab Gesundheitsminister Jan Blatny am Freitag bekannt. «Wir glauben, dass die meisten Menschen wirklich zum Sport in die Berge fahren und nicht wegen der abendlichen Unterhaltung», sagte der Mediziner. Mit den Einzelheiten zum Hygienekonzept und dem Warteschlangen-Management werde sich das Kabinett am Montag befassen. Das größte Skigebiet Tschechiens liegt in Spindlermühle (Spindleruv Mlyn) im Riesengebirge. Auch im Erzgebirge und im Böhmerwald gibt es Skipisten, die zumeist künstlich beschneit werden.

Mit einem Zustrom ausländischer Touristen wird derzeit nicht gerechnet. «In Österreich ist das für die Einheimischen gedacht, auch bei uns sollte es nur für unsere Leute sein», sagte der tschechische Regierungschef Andrej Babis im Sender Radio Zet. In dem EU-Mitgliedstaat gilt immer noch der Notstand. Am Freitag meldeten die Behörden 4624 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden. Es gab seit Pandemiebeginn 8641 Todesfälle.

Einreisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Tschechien müssen sich derzeit bis auf Ausnahmen online anmelden und dem örtlichen Gesundheitsamt einen negativen Corona-PCR-Test vorlegen. Eine 24-Stunden-Ausnahmeregelung gilt ausdrücklich nicht für touristische oder sportliche Aktivitäten. Die deutsche Bundesregierung hat Tschechien zum Risikogebiet erklärt und eine Reisewarnung ausgesprochen.

(dpa)

Regierung erlässt strengere Corona-Maßnahmen für Hotspots

15:46
04.12.2020
Die grün-schwarze Landesregierung hat strengere Corona-Maßnahmen für Hotspots erlassen. In Kreisen mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche müssen die lokalen Behörden künftig nächtliche Ausgangsbeschränkungen und strengere Kontaktbeschränkungen erlassen. Dies teilte ein Regierungssprecher am Freitag mit. Der Erlass verpflichtet die Gesundheitsämter, strenger zu handeln, wenn es mehr als 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen und gleichzeitig ein «diffuses Infektionsgeschehen» gebe.

(dpa/lsw)

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