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20201203195211

3063 neue Corona-Fälle im Südwesten - 36 weitere Tote

19:51
03.12.2020
Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg ist innerhalb eines Tages um 3063 gestiegen. Seit Beginn der Pandemie sind damit 158 997 Fälle registriert worden, wie das Landesgesundheitsamt am Donnerstag (Stand 16.00 Uhr) mitteilte. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus stieg um 36. Insgesamt wurden bisher 2918 Corona-Tote gezählt. Als genesen gelten 110 742.

Landesweit liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 133,6. Alle 44 Stadt- und Landkreise liegen über dem Grenzwert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt.

425 schwer an Covid-19 erkrankte Patienten mussten im Südwesten zuletzt auf Intensivstationen behandelt werden, 262 von ihnen wurden über einen Schlauch beatmet. Von derzeit 2985 verfügbaren Intensivbetten im Land sind über 80 Prozent belegt.

(dpa/lsw)

EU-Kommission prüft Modelle für Corona-Hilfen ohne Polen und Ungarn

18:12
03.12.2020
Im EU-Haushaltsstreit mit Polen und Ungarn prüft die EU-Kommission konkrete Modelle, um den milliardenschweren Corona-Aufbaufonds ohne die beiden Länder zu starten. Dies bestätigten EU-Kreise am Donnerstabend in Brüssel. Die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Freitag) berichtete, das bevorzugte Modell orientiere sich an der neuen Kurzarbeiterhilfe SURE.

Der Corona-Fonds könnte demnach durch freiwillige Garantien der EU-Staaten abgesichert werden statt über den EU-Haushalt. Das Geld könnte nach diesem Modell genauso schnell fließen wie vorgesehen, schrieb die FAZ. Aus Kommissionskreisen hieß es aber, eine Entscheidung über einen bestimmten Weg sei noch nicht gefallen.

Polen und Ungarn blockieren das 1,8 Billionen Euro schwere Haushaltspaket für die nächsten sieben Jahre, einschließlich bis zu 750 Milliarden Euro an Hilfen gegen die Corona-Rezession. Grund ist, dass beide Länder eine neue Klausel zur Kürzung von EU-Mitteln bei bestimmten Rechtsstaatsverstößen ablehnen. Sollte der EU-Gipfel nächste Woche keine Lösung bringen, droht der EU ein Nothaushalt. Der Corona-Fonds könnte nicht in Kraft treten.

Die Debatte über Alternativen, die die übrigen 25 EU-Staaten ohne Polen und Ungarn starten könnten, erhöht den politischen Druck, die Blockade doch noch zu lösen. Ein EU-Diplomat sagte am Donnerstag, diese Modelle seien teils kompliziert, und mit weniger als 27 Staaten voranzugehen, sei nicht wünschenswert. Aber klar sei auch, dass es möglich sei, eine Lösung ohne Polen und Ungarn zu finden.

(dpa)

Umfrage: Zwei Drittel finden Corona-Lockerungen zu Silvester falsch

17:34
03.12.2020
Eine knappe Mehrheit der Bundesbürger findet es einer Umfrage zufolge richtig, die Corona-Kontaktbeschränkungen zu Weihnachten zu lockern. Das hat eine repräsentative Umfrage von infratest dimap für den ARD-«Deutschlandtrend» im Auftrag der «Tagesthemen» ergeben. 53 Prozent der Befragten gaben an, dass sie die geplante Lockerung an den Weihnachtstagen für eher richtig halten. 44 Prozent sagten, dies sei eher falsch. Eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen zu Silvester hingegen sehen zwei Drittel kritisch: 68 Prozent finden das eher falsch, 30 Prozent eher richtig.

Aktuell dürfen sich fast überall in Deutschland nur zwei Haushalte mit bis zu fünf Personen treffen. Zwischen dem 23. Dezember und dem 1. Januar soll dies vorübergehend gelockert werden. Ob und wie stark, entscheidet jedes Bundesland selbst. Je nach Land können dann bis zu zehn Personen zusammenkommen, Kinder unter 14 Jahren nicht mitgerechnet.

Grundsätzlich stimmen die Deutschen den staatlichen Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie der Umfrage zufolge weiterhin mehrheitlich zu. 53 Prozent halten sie den Angaben zufolge für angemessen. 27 Prozent finden, sie gingen zu weit. 18 Prozent meinen, sie gingen nicht weit genug.

(dpa)

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