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20201203173419

EU-Kommission will schnell über Corona-Impfstoff entscheiden

16:20
03.12.2020
Die EU-Kommission will über die Zulassung eines Corona-Impfstoffes viel schneller entscheiden als üblich: binnen drei Tagen nach einer Empfehlung der EU-Arzneimittelagentur Ema. Normalerweise liege der Zeitraum bei 67 Tagen, erklärte eine EU-Beamtin am Donnerstag in Brüssel. Die Ema will bis spätestens 29. Dezember ihre Empfehlung zum Antrag auf eine bedingte Marktzulassung abgeben, den die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer für ihr Präparat eingereicht haben. In Großbritannien, das nicht mehr der EU angehört, ist die Zulassung bereits erfolgt.

Sollte die Behörde grünes Licht geben, kann die EU-Kommission die Vermarktung für alle Mitgliedsländer genehmigen. Die Kommission folgt in der Regel der Ema-Empfehlung. Statt der sonst üblichen 22 Tage wolle sich die Kommission nur einen Tag lang mit den EU-Ländern beraten, sagte die Beamtin weiter. Auch solle Informationsmaterial erst nach der bedingten Zulassung in die verschiedenen Sprachen übersetzt werden. Zunächst werde es nur eine Sprache geben. Auch auf diese Weise könne die Entscheidung beschleunigt werden.

(dpa)

Biathlet Horn nach nicht eindeutigem Corona-Test: «Bin kerngesund»

15:03
03.12.2020
Biathlet Philipp Horn kehrt beim Weltcup in der kommenden Woche im österreichischen Hochfilzen laut eigener Aussage in die deutsche Mannschaft zurück. «Ich fühle mich ganz normal, ich bin kerngesund», sagte der 26-jährige Thüringer am Donnerstag der ARD. Horn war vor dem vergangenen Wochenende wegen eines nicht eindeutigen Corona-Testergebnisses vom Weltcup-Auftakt im finnischen Kontiolahti abgereist. «Ich bin seit drei Tagen wieder im Training», sagte Horn: «Ich werde in Hochfilzen wieder einsteigen.»

Es habe ihn «extrem genervt», dass er bei den ersten Rennen nicht dabei sein konnte. Der Deutsche Skiverband hatte am vergangenen Freitag mitgeteilt, dass es sich nach dem «indifferenten» Befund nur um eine «Vorsichtsmaßnahme» gehandelt hatte. Nach einer Entscheidung der finnischen Gesundheitsbehörden hätte Horn sogar starten können, dennoch zog der DSV den WM-Staffeldritten vom Weltcup im Osten Finnlands zurück. Damit folge der Verband den eigenen Hygiene- und Sicherheitsrichtlinien, hieß es in einer Mitteilung.

«Es war eine extrem bittere Situation», sagte Horn mit einigen Tagen Abstand. In dieser Woche wurde er in Leipzig umfassend untersucht. Dabei traten keine Probleme auf, wie Horn selbst sagte.

(dpa)

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