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20201203150340

Günther: Jüngste Corona-Verabredungen sind richtig

14:45
03.12.2020
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat die jüngsten Corona-Vereinbarungen von Bund und Ländern verteidigt. Die Konferenz am Mittwoch habe in einem Punkt Klarheit geschaffen, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Kiel. Die Verständigung der vorangegangenen Runde darauf, dass die Regelungen aller Voraussicht nach am 20. Dezember bis Anfang Januar verlängert werden, habe die Frage ausgelöst, was Anfang Januar heiße. «Deswegen ist es gut, dass wir uns darauf verständigt haben, dass die nächste Verordnung einen Regelungsrahmen bis zum 10. Januar hat - das gibt Planungssicherheit.»

Die Corona-Verordnungen würden jetzt auch nicht einfach fortgeschrieben, erklärte Günther. Es sei ein wenig der Eindruck entstanden, sie würden jetzt einfach 1:1 verlängert. «Das ist nicht das, was wir gestern verabredet haben.» Die Landesregierung werde natürlich anhand des Infektionsgeschehens beraten, wie es im Land weitergeht. Sie werde rechtzeitig vor dem 20. Dezember entscheiden, wie die neue Landesverordnung aussehen wird. Ziel sei es, die Infektionszahlen bis Anfang Januar so zu senken, dass dann Öffnungsschritte in allen Bereichen für die Zeit nach dem 10. Januar möglich werden.

(dpa)

Moskau will erste Zentren für Corona-Impfungen öffnen

14:44
03.12.2020
Nach einem neuen sprunghaften Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen in Russland von mehr als 28 100 Fällen innerhalb eines Tages will die Hauptstadt Moskau an diesem Samstag ihre ersten Impfzentren öffnen. Das kündigte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Donnerstag an. Alle Voraussetzungen für Massenimpfungen seien geschaffen. Das Personal sei geschult worden, und in speziellen Kühlschränken könne das russische Vakzin «Sputnik V» gelagert werden. Am Freitag werde bereits ein Portal zur Terminvergabe freigeschaltet.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte zuvor den Beginn von Massenimpfungen für Ende nächster Woche angekündigt. Zunächst sollen Ärzte und Lehrer freiwillig geimpft werden. Dem Präsidenten zufolge sollen zunächst zwei Millionen Dosen des russischen Impfstoffes eingesetzt werden. Das reicht für eine Million Menschen, weil die Impfung aus zwei Teilen besteht.

Das russische Portal «The Bell» berichtete dagegen unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen bei der Produktion des Vakzins, dass bis Jahresende lediglich 500 000 Impfdosen realistisch seien. Der Termin für den Beginn der Massenimpfung war mehrfach verschoben worden. Nach Angaben von Gesundheitsminister Michail Muraschko wurden bereits mehr als 100 000 Menschen in Russland mit «Sputnik V» geimpft.

Russland kämpft seit Monaten mit hohen Corona-Zahlen. Seit Beginn der Pandemie im Frühjahr haben sich der offiziellen Statistik zufolge mehr als 2,3 Millionen Menschen infiziert. Die Zahl der Toten wurde mit insgesamt 41 607 angegeben. Zum Vergleich: In Deutschland mit deutlich weniger Einwohnern sind am Donnerstag 22 046 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden.

(dpa)

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