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Berliner Senat will Hotels für Menschen in Quarantäne öffnen

14:10
01.12.2020
Der Berliner Senat will Hotels für Menschen öffnen, die wegen einer Corona-Erkrankung oder als enge Kontaktperson zeitweise in Quarantäne müssen. Geplant seien zunächst 500 Plätze, kündigte der Bürgermeister und Vize-Regierungschef Klaus Lederer (Linke) nach der Senatssitzung am Dienstag an. Ziel sei, Menschen in beengten Wohnverhältnissen zu helfen und Infektionsketten besser zu unterbrechen.

In einer Millionenstadt wie Berlin seien 500 Plätze nur «ein Tropfen auf den heißen Stein», räumte Lederer ein. Um mehr Quarantäne- Möglichkeiten in Hotels zu schaffen, wolle das Land mit dem Bund über eine Finanzierung sprechen. Die Frage sei, ob der Bund, der geschlossenen Hotels im Teil-Lockdown 75 Prozent ihres Umsatzes aus dem Vorjahresmonat erstattet, diese auch bei Öffnung für die Quarantäne weiter finanziell unterstütze.

Ein solcher Schritt sei sinnvoller, als für leere Hotels zu zahlen, sagte Lederer. «Es wäre ein rationaler und sinnvoller Beitrag zur Pandemiebekämpfung.» Wann die 500 vom Land geplanten Plätze zur Verfügung stehen, sei noch offen. Der Plan solle aber so schnell wie möglich und «mit Fiebereifer» umgesetzt werden.

(dpa)

FDA-Chef: Wissenschaftler bekommen Zeit für Impfstoff-Zulassung

14:09
01.12.2020
Der Chef der US-Arzneimittelbehörde FDA hat vor einem Besuch im Weißen Haus betont, dass er keinen politischen Druck für eine schnellere Zulassung von Corona-Impfstoffen zulassen werde. «Unsere Wissenschaftler werden das entscheiden, und sie werden sich die Zeit nehmen, die für eine richtige Entscheidung notwendig ist», erklärte Stephen Hahn in einer Stellungnahme an die Website «Axios» am Dienstag.

«Axios» berichtete, dass Hahn ins Weiße Haus zitiert worden sei, weil Präsident Donald Trump mit dem Tempo bei der Zulassung von Impfstoffen gegen die vom Coronavirus ausgelöste Krankheit Covid-19 unzufrieden sei. Aktuell geht es um eine Erlaubnis für den Einsatz des Impfstoffs der deutschen Firma Biontech und des Pharmakonzerns Pfizer, die vor rund 10 Tagen einen Antrag auf Notfallzulassung in den USA gestellt hatten. Trump hatte bereits vor der Präsidentenwahl vergeblich versucht, Druck auf die FDA auszuüben. Er machte unter anderem «Bürokraten» in der Behörde dafür verantwortlich, dass kein Impfstoff - wie von ihm in Aussicht gestellt - schon vor der Wahl am 3. November verfügbar war.

(dpa)

Sportmediziner Nieß: Experten sollen DFL-Hygienekonzept kontrollieren

13:37
01.12.2020
Angesichts der wachsenden Zahl an Corona-Fällen in der Bundesliga fordert der Sportmediziner Andreas Nieß, dass externe Experten das Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga durchführen und kontrollieren sollen. «Das Umsetzen eines Konzepts ist das eine, aber es ergeben sich in der Gemengelage Spitzensport und Pandemie doch auch etwas kniffligere Fragen, die es zeitnah und korrekt zu lösen gilt», sagte der Professor am Universitätsklinikum Tübingen dem ARD-Portal «sportschau.de» (Dienstag).

In der laufenden Spielzeit gab es mehr als 30 Corona-Fälle in Liga eins. Allein die TSG 1899 Hoffenheim meldete seit Oktober neun positiv getestete Spieler.

Entscheidend sei für Nieß, ob die als Hygienebeauftragte bei einem Verein eingesetzte Person noch weitere ärztliche Aufgaben im Team des jeweiligen Clubs innehätten. Diese Funktionen seien zu trennen, um etwaige Interessenkonflikte von vornherein zu vermeiden. «Da einen Experten im Boot zu haben, ist doch für die Vereine nur von Vorteil», sagte er. «Auch um unnützen Aktionismus zu vermeiden und andererseits die Situation in der sich dynamisch ändernden Pandemielage auch prospektiv richtig einschätzen zu lassen.»

Auf eine Umfrage von «sportschau.de» bei allen 18 Erstligisten, ob die Umsetzung des DFL-Hygienekonzepts in den Clubs von vereinseigenen Medizinern oder externen Hygienebeauftragten begleitet werde, antworteten elf Vereine. Von denen betonten die überwiegende Zahl die Wirksamkeit des Hygienekonzepts. Zugleich wiesen verschiedene Vereine auf externe Hygienebeauftragte hin.

(dpa)

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