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20201201133724

Viele wollen in der Coronakrise weniger spenden

13:26
01.12.2020
Die Spendenbereitschaft der Menschen in Deutschland nimmt in der Corona-Krise laut einer Umfrage ab. Knapp ein Viertel will in diesem Jahr wegen der Pandemie weniger Geld an soziale und gemeinnützige Organisationen spenden, wie eine am Dienstag veröffentlichten Befragung des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Beratungsunternehmens Phineo zeigt. 13 Prozent wollen demnach mehr Geld geben. Eine Mehrheit von 55 Prozent aller Befragten will ihr Spendenverhalten aber nicht ändern.

Die Spendenbereitschaft sinkt der Befragung zufolge vor allem bei Wählern der AfD und der FDP - 61 der AfD-Anhänger und 43 Prozent der FDP-Anhänger wollen weniger geben. Bei CDU-Wählern sind es 18 Prozent, bei Wählern der Linkspartei 19. Bei Wählern der Grünen wollen mit 7,4 Prozent die wenigsten Befragten weniger Geld an Organisationen spenden.

Vor allem Menschen zwischen 30 und 39 Jahren haben vor, ihre Spenden zu reduzieren - 33 davon Prozent wollen laut der Umfrage unter gut 2500 Menschen weniger geben.

(dpa)

SPD-Chef Walter-Borjans: Auch Reiche in Corona-Krise zur Kasse bitten

13:25
01.12.2020
Der SPD-Bundesvorsitzende Norbert-Walter Borjans hat eine Beteiligung von «Krisengewinnern» und Vermögenden an den Milliarden-Lasten der Corona-Krise gefordert. «Nach wie vor gibt es riesige Krisengewinner», sagte Walter-Borjans am Dienstag nach einer gemeinsamen Sitzung mit der SPD-Landtagsfraktion in Düsseldorf. Das seien globale Unternehmen, die «jede Gelegenheit nutzten, sich an der Mitfinanzierung des Staates vorbeizumogeln.» Steuer-Schlupflöcher zu schließen und Geldwäsche zu bekämpfen, sei jetzt wichtiger als je zuvor. Aber auch wohlhabende Menschen, die teils auch von der Corona-Krise profitiert hätten, «werden am Ende einen Teil dazu beitragen müssen», so Walter Borjans.

In der Debatte um die Aufteilung der Corona-Lasten zwischen Bund und Ländern sieht Walter-Borjans auch die Länder in der Pflicht. Die Länder hätten durch die Schuldenbremse aber ein «engeres Korsett». Sie dürften sich dennoch «keinen schlanken Fuß machen». Einige Aufgaben wie die Ganztagsförderung oder der öffentliche Personennahverkehr lägen klar in der Verantwortung der Länder. «Da können sie nicht einfach immer nur nach Berlin gucken.»

Ein Jahr nach der Wahl durch den SPD-Parteitag zog Walter-Borjans eine positive Bilanz der Doppelspitze mit Saskia Esken. «Ein paar Marksteine» auf dem Weg zeigten «deutlich die Handschrift» der SPD-Vorsitzenden und hätten zu einem Schulterschluss mit dem Kabinett und der Fraktion geführt. Das zu Beginn ihrer Amtszeit ausgegebene Ziel, die SPD wieder auf Zustimmungswerte von 30 Prozent zu bringen, sei allerdings noch nicht erreicht. «Das ist ein dickes Brett», sagte Walter-Borjans. «Aus der guten Leistung, die der SPD bescheinigt werde, müsse «jetzt wieder ein Vertrauensvorschuss gemacht werden».

(dpa)

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