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Lehrer-Gewerkschaft: Ferienregel «die schlechteste aller Lösungen»

13:24
01.12.2020
Die neuen Vorgaben zum Schulunterricht kurz vor Weihnachten stoßen bei der Lehrer-Gewerkschaft VBE auf wenig Gegenliebe. «Für Schulleiter ist das die schlechteste aller Lösungen», sagte der Landesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), Gerhard Brand, am Dienstag in Stuttgart. Die unterschiedlichen Planungen für die unteren und höheren Klassenstufen seien ein Zeichen des Konfliktes in der Landesregierung und ein «grün-schwarzer Kompromiss in Wahlkampfzeiten».

Unter den neuen Vorgaben sei es unter anderem Eltern der Klassen 1 bis 7 möglich, die Kinder ohne Erklärung aus dem Unterricht zu nehmen, andere gingen dagegen weiter zur Schule. «Das heißt, die einen haben ein Wissensdefizit oder die anderen erhalten keinen ordentlichen Unterricht», sagte Brand.

Nach den Plänen der Regierung beginnen die Weihnachtsferien trotz der Corona-Pandemie nun doch wie ursprünglich vorgesehen erst am 23. Dezember. Für die Klassen 1 bis 7 ist vorher regulärer Präsenzunterricht an den Schulen vorgesehen, allerdings wird die Präsenzpflicht am 21. und 22. Dezember ausgesetzt. Schüler ab Klasse 8 sollen im Fernunterricht unterrichtet werden.

«Es wäre gescheit gewesen, die beiden Tage auch als Anerkennung für die Lehrer frei zu geben», sagte Brand. Die Betreuung der Kinder und Jugendlichen hätten nach seiner Ansicht die Kommunen organisieren können. «Lehrer zum reinen Betreuen, das ist nicht in Ordnung», sagte der VBE-Landesvorsitzende. «Und am besten wäre es gewesen, man hätte gleich von vorneherein alles gelassen wie es war.»

(dpa/lsw)

Bürger-Botschaften zu Weihnachten - Steinmeier startet «Lichtblick»

12:51
01.12.2020
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft die Bürger auf, ihm vor Weihnachten persönliche Botschaften zukommen zu lassen. «Ich möchte wissen, was Sie bewegt und Ihnen auf dem Herzen liegt», sagte Steinmeier am Dienstag in einer Videobotschaft zur Aktion «Lichtblick». Bis zum 17. Dezember können Teilnehmer ihre Mitteilungen über die «Lichtblick»-Website des Bundespräsidenten einsenden, teilte das Präsidialamt weiter mit.

Die Botschaften sollen vom 15. bis 17. Dezember jeweils von 16.30 bis 22.00 Uhr auf der Fassade von Schloss Bellevue in Berlin sowie bei den Auftritten des Bundespräsidenten auf Instagram und Facebook zu sehen sein. Trotz der Ungewissheit, die Corona mit sich bringe, fragt Steinmeier, was sich die Menschen für die Gesellschaft wünschen und ihre Hoffnungen für die Zukunft sind. Damit wolle er am Ende des durch die Pandemie geprägten Jahres ein Zeichen der Ermutigung und des Zusammenhalts setzen.

Die Gestaltung übernimmt das Künstler-Duo «Hartung/Trenz», das sich mit Licht, Raum und Sprache beschäftigt. 2019 wurden Detlef Hartung und Georg Trenz mit dem Deutschen Lichtdesign-Preis für das Projekt «Dona Nobis Pacem» auf dem Kölner Dom ausgezeichnet.

(dpa)

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