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20201128165211

Experten: Corona-Lage und Wintersport in Italien nicht vereinbar

16:51
28.11.2020
Angesichts hoher Corona-Infektionszahlen in Italien haben Experten des Gesundheitsministeriums die Hoffnung auf Wintersport und ein normales Weihnachten gedämpft. Es werde ein anderes Weihnachten werden, sagte der Präsident des Gesundheitsrates, Franco Locatelli, am Samstag. Die aktuellen Zahlen seien zudem «nicht mit einer Öffnung des Wintersportbetriebs vereinbar». Auch ein Silvester und Neujahr wie sonst seien dieses Jahr unvorstellbar.

Laut des aktuellen Lageberichts signalisieren die Corona-Daten, dass die Maßnahmen der vergangenen Wochen zwar Wirkung zeigen. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen sei aber immer noch hoch. In vielen Regionen herrsche weiter ein hohes Ansteckungsrisiko.

Der Anstieg der Fallzahlen-Kurve geht jedoch zurück, wie der Chef des Gesundheitsinstituts ISS, Silvio Brusaferro, sagte. Auch der Reproduktionswert für den Zeitraum vom 4. bis 17. November sank von zuletzt durchschnittlich 1,2 auf 1,08. «Ein R-Wert etwas über eins bedeutet jedoch immer noch ein Ansteigen der Fälle», kommentierte Brusaferro. Der R-Wert gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter durchschnittlich ansteckt.

Am Samstag meldeten die italienischen Gesundheitsbehörden knapp 690 Menschen, die binnen eines Tages mit dem Coronavirus starben, und damit deutlich weniger als am Vortag (rund 820). In derselben Zeit wurden mit etwa 26 300 Neuinfektionen gut 2000 weniger als am Freitag registriert. Die Gesamtzahl der Corona-Toten lag damit bei knapp 54 400 und die der Infektionen bei rund 1,565 Millionen Corona-Fällen.

(dpa)

Württembergische Amateurhandballer sollen ab Februar wieder spielen

15:44
28.11.2020
Der württembergische Amateurhandball soll Anfang Februar wieder den Spielbetrieb aufnehmen. Das beschlossen die Delegierten am Samstag beim virtuellen Verbandstag des Handballverbands Württemberg (HVW) mit großer Mehrheit. Wegen der Coronakrise hatte der HVW den Spielbetrieb von der fünften Liga abwärts Ende Oktober nach den ersten drei Spieltagen ausgesetzt.

Die Saison wird damit frühestens am Wochenende des 6./7. Februar mit dem vierten Rückrundenspieltag fortgesetzt, falls es die Lage bei den Corona-Infektionen zulässt, teilte der HVW mit. Anstelle der ersten drei Rückrundenspiele zählen die bereits ausgetragenen ersten drei Spieltage der Vorrunde. Die restlichen Hinrundenspiele werden gestrichen. Jede Partie einer Liga wird also nur einmal ausgetragen.

Beim 34. Verbandstag wurde zudem Präsident Hans Artschwager für weitere drei Jahre wiedergewählt. Er geht damit in seine fünfte Amtszeit. Zugleich erklärte Artschwager, danach nicht mehr zu kandidieren.

(dpa/lsw)

Bundeswehr bereit für Einsatz in Impfzentren

12:23
28.11.2020
Die deutsch-französische Brigade ist für einen Einsatz im Zuge der Massenimpfung gegen das Coronavirus bereit. «Wenn in den kommenden Wochen die Impfkampagne beginnt, steht die Bundeswehr selbstverständlich zur Verfügung, auch wenn wir da momentan noch keine konkreten Befehle haben», sagte Kommandeur Peter Mirow der «Badischen Zeitung» (Samstag) in Müllheim (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald).

Derzeit unterstützten 570 Soldaten in 37 von 44 Landkreisen und kreisfreien Städten in Baden-Württemberg die Gesundheitsämter und seien fast ausschließlich in der Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten eingesetzt. 800 Soldaten stünden seit März bereit, sagte Mirow. «Wir können aber noch mehrere Hundert weitere Soldaten zur Verfügung stellen, die kurzfristig einsatzbereit sind.»

Direkte Kritik am Tempo der Behörden äußerte der Kommandeur nicht. «Vielleicht von meiner Seite nur so viel: Es stehen seit März 800 Soldaten bei uns bereit und wie bereits erwähnt sind 570 im Einsatz. Im Freiburger Gesundheitsamt begann unser Einsatz am 6. Oktober.»

Die Soldaten fühlten sich sehr wohl, weil sie als willkommene Hilfe wahrgenommen würden, sagte Mirow der Zeitung weiter. «Sie sehen sich als Teil eines gesamtgesellschaftlichen Kampfes gegen die Pandemie.» Allerdings räumte der Kommandeur auch ein, dass sie die Aufgabe nicht bis in alle Ewigkeit machen wollten. «Dafür sind die Soldaten nicht Soldaten geworden, um im Büro zu sitzen und telefonisch Kontaktnachverfolgung zu betreiben.»

(dpa/lsw)

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