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20201128122346

Ärzte für Impfzentren gesucht

08:45
28.11.2020
 Rund zwei Wochen vor dem geplanten Start der Impfzentren werden für die Massenimpfung gegen das Coronavirus im Südwesten freiwillige Ärzte gesucht. Johannes Fechner aus dem Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg sagte dem Südwestrundfunk, 600 Ärzte und Ärztinnen würden benötigt.

«Das ist eine große Herausforderung, weil die Ärzte ja in ihren Praxen auch genug zu tun haben.» Aber auch Zahnärzte könnten impfen. Zudem setzt Fechner auf Pensionäre. «Da ist eine große Bereitschaft da», sagte er dem Sender. Manche hätten sich schon angeboten. Daher gab Fechner sich zuversichtlich, das nötige Personal zusammenzubekommen - das habe im Frühjahr beim Aufbau der Abstrichstellen auch geklappt.

Erste Lieferungen eines Impfstoffes soll es nach den Erwartungen des Landessozialministeriums im Laufe des kommenden Monats geben. Die Impflogistik soll bis zum 15. Dezember aufgebaut sein. Dafür werden acht oder neun sogenannte Zentrale Impfzentren eingerichtet. Mobile Impfteams sollen Menschen zum Beispiel in Alten- und Pflegeheimen versorgen. Ab Mitte Januar 2021 sollen zusätzlich etwa 50 Kreisimpfzentren in Betrieb gehen. Sie sollen je zwei eigene mobile Teams einsetzen und nach den Planungen bis Ende 2021 arbeiten. Niemand wird gezwungen, sich impfen zu lassen.

(dpa/lsw)

Corona-Bilanz - Steuereinnahmen bei Kommunen 2,2 Milliarden geringer

07:55
28.11.2020
Die Steuereinnahmen der Kommunen im Südwesten werden in diesem Jahr voraussichtlich rund 2,2 Milliarden Euro geringer ausfallen als vor einem Jahr erwartet. Durch die Corona-Krise ist nach Angaben des baden-württembergischen Städtetags vor allem die Gewerbesteuer als wichtigste Einnahmequelle eingebrochen. Die Gewerbeeinnahmen werden der Städtetag-Prognose zufolge etwa 1,7 Milliarden geringer ausfallen als im vergangenen Jahr vorausgesagt. Insbesondere um höhere Ausfälle zu kompensieren, greifen Bund und Länder Kommunen mit Hilfspaketen unter die Arme und gleichen fehlende Gewerbesteuereinnahmen aus.

Den Kommunen wird derzeit mit einem Stabilitäts- und Zukunftspakt zwischen Land und den Städten sowie Gemeinden in Höhe von mehr als 4 Milliarden Euro geholfen. Insgesamt konnte nach Ansicht des Städtetags dadurch eine faire Lastenteilung gefunden werden. Anders als für das Jahr 2020 sind für 2021 und die Jahre darüber hinaus aber bisher noch keine Finanzhilfen des Bundes oder des Landes in Aussicht gestellt, kritisiert der Städtetag.

Trotz der Hilfen rechnen Kommunen mit größeren Lücken in den Kassen. Bei den ausbleibenden Gewerbesteuererlösen in Höhe von gut 80 Millionen Euro, die zum Teil von Bund und Ländern ausgeglichen werden, bleibt nach Angaben der Stadt Karlsruhe unter dem Strich ein Ausfall von etwa 20 Millionen Euro für die badische Metropole. Bei der bisherigen Prognose zu den Auswirkungen der Pandemie kommt die Stadt Stuttgart trotz Unterstützung von Bund und Ländern auf Ausfälle in Höhe von 290 Millionen Euro. Die Stadt Freiburg ermittelte für das aktuelle Jahr ein Corona-Defizit in Höhe von etwa 17 Millionen Euro.

(dpa/lsw)

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