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20201126104746

Lindner fordert längerfristige Corona-Strategie

09:36
26.11.2020
FDP-Chef Christian Lindner hat eine längerfristige Strategie in der Corona-Krise gefordert. «Die sozialen und wirtschaftlichen Kosten der Pandemie-Bekämpfung explodieren, jedenfalls ist das keine langfristig durchhaltbare Strategie», sagte Lindner am Donnerstag im Bundestag bei der Aussprache zur Regierungserklärung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Lindner verwies auf Aussagen von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU). Dieser habe angedeutet, dass der «Stillstand» bis März 2021 anhalten könne - und das vor einer Sitzung des Haushaltsausschusses des Bundestags am Donnerstag zum Bundeshaushalt 2021.

Braun hatte in der RTL-Sendung «Guten Morgen Deutschland» gesagt, vor den Menschen lägen nun schwierige Wintermonate. Nach März könnten wahrscheinlich immer mehr Menschen geimpft werden und im Frühling sei es einfacher, die Infektionen niedrig zu halten. «Aber diese Zurückhaltung, die wir alle an den Tag legen müssen, das wird uns auch den Januar, Februar und März begleiten, und gegebenenfalls auch Beschränkungsmaßnahmen, wenn unser individuelles Verhalten nicht ausreicht.» Hotels und Restaurants seien jetzt zunächst bis 20. Dezember geschlossen, sagte Braun. «Aber wir gehen davon aus, dass wir das bis in den Januar hinein verlängern müssen.»

Lindner kritisierte Beschlüsse von Bund und Ländern etwa über strengere Auflagen für größere Geschäfte im Einzelhandel. Es müsse stattdessen überlegt werden, ob es einen «Schutzschirm» für besonders gefährdete Menschen brauche, weil es dort die schweren Krankheitsverläufe gebe. Auf der anderen Seite wäre dann mehr gesellschaftliches und kulturelles Leben möglich. Aus dem «November-Wellenbrecher» sei ein «Dezember-Stillstand» geworden.

(dpa)

Mehr als 2200 Corona-Tote an einem Tag in den USA

09:03
26.11.2020
In den USA hat die Zahl der binnen 24 Stunden erfassten Corona-Toten am zweiten Tag in Folge die 2000er-Marke überschritten. Am Mittwoch meldeten die Behörden 2297 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore von Donnerstagmorgen (MEZ) hervorging. Dies entspricht dem höchsten Stand seit Anfang Mai. Tags zuvor waren es 2146 gewesen. Damit nähert sich die Zahl dem bislang höchsten Wert von 2609 Toten am 15. April.

Zugleich gab es nach JHU-Angaben am Mittwoch landesweit 181 490 neue Corona-Fälle. In der Vorwoche waren am gleichen Tag rund 170 000 Neuinfektionen gemeldet worden. Der bislang höchste Wert binnen eines Tages war am Freitag mit rund 196 000 Neuinfektionen registriert worden.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 12,7 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 262 000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Nach den Daten der JHU überschritt die Zahl der Corona-Infizierten weltweit am Mittwoch die Schwelle von 60 Millionen. In weniger als drei Wochen stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen damit um 10 Millionen an - am 8. November war die Marke von 50 Millionen überschritten worden. Die Zahl der bekannten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus liegt seit Beginn der Pandemie bei über 1,4 Millionen. Experten gehen von hohen Dunkelziffern aus.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden Zahlen - unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden - nachträglich korrigiert.

(dpa)

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