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Landesweiter Vorsprung für Biden steigt auf mehr als fünf Millionen

20:40
11.11.2020
Bei den absoluten Stimmen der Präsidentschaftswahl in den USA hat Wahlsieger Joe Biden seinen Vorsprung auf mehr als fünf Millionen Stimmen ausgebaut. Nach vorläufigen Ergebnissen bis Mittwoch wurde Biden von 77,38 Millionen Amerikanern gewählt und erhielt damit 5,1 Millionen Stimmen mehr als Amtsinhaber Donald Trump.

Das Ergebnis Bidens übertrifft die bisher höchste Stimmenzahl von Barack Obama bei seiner ersten Wahl 2008 mit 69,5 Millionen. Seitdem ist allerdings auch die Bevölkerungszahl der USA um rund 25 Millionen gestiegen.

Im Wahlsystem der USA ist nicht die absolute Zahl der Stimmen maßgeblich für den Sieg in der Präsidentschaftswahl, sondern die jeweilige Mehrheit in den Bundesstaaten. Biden hat nach bisherigen Ergebnissen mindestens 279 Wahlleute für sich gewonnen, die Mehrheit liegt bei 270.

Die Wahlbeteiligung bei der Präsidentschaftswahl am 3. November war höher als vor vier Jahren. Damals nahmen 139 Millionen Bürgerinnen und Bürger an der Wahl teil.

Mehr zum Thema unter Mit wem Biden regieren könnte

Sarah Cames

Biden und Trump geben sich zum Tag der Veteranen präsidial

19:10
11.11.2020
Der gewählte US-Präsident Joe Biden und Amtsinhaber Donald Trump haben am Tag der Veteranen in den USA verstärkte Maßnahmen für den Gesundheitsschutz ehemaliger Soldaten angekündigt.

Biden erklärte: „An diesem Tag der Veteranen spüre ich das volle Gewicht der Ehre und der Verantwortung, die mir das amerikanische Volk als dem nächsten Präsidenten anvertraut hat.“  Er werde ein Oberkommandierender sein, der den Dienst der Veteranen respektiere, kündigte Biden an. Trump und Biden besuchten an dem Feiertag zeitgleich Gedenkstätten der Streitkräfte.

Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit Bekanntgabe des Wahlsiegs von Biden am vergangenen Samstag nahm Trump auf dem Nationalfriedhof in Arlington im Bundesstaat Virginia bei strömendem Regen an einer Kranzniederlegung teil. Auch Vizepräsident Mike Pence, der sich mit öffentlichen Auftritten und Äußerungen in den vergangenen Tagen zurückgehalten hatte, war bei der Zeremonie dabei.

Biden besuchte in Begleitung seiner Frau Jill das Mahnmal zum Koreakrieg in Philadelphia in Pennsylvania. Das Wahlergebnis in diesem Staat gab den Ausschlag für den Wahlsieg des Kandidaten der Demokratischen Partei. An der Zeremonie nahm auch der Bürgermeister von Philadelphia, Jim Kenney, teil.

In ähnlichen Formulierungen sprachen Trump und Biden in schriftlichen Erklärungen davon, dass an diesem Tag „die Nation innehält“, um all die zu ehren, die sich in Uniform für die Werte der USA eingesetzt hätten. Beide wiesen auf die hohe Zahl von Selbstmorden unter ehemaligen Soldaten hin. Biden nannte besonders auch den Schutz von Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung in der mit LGBTTQ+ abgekürzten Gemeinschaft.

Sarah Cames