Letztes Update:
20201027201526

Drosten: Jetzt auf die Bremse zu treten hätte nachhaltigen Effekt

18:24
27.10.2020
Der Virologe Christian Drosten hat sich für einen zeitlich begrenzten Lockdown ausgesprochen. «Wenn die Belastung zu groß wird, dann muss man 'ne Pause einlegen», sagte der Charité-Wissenschaftler in der am Dienstag veröffentlichten Folge des «Coronavirus-Update» von NDR-Info. «Dieses Virus lässt nicht mit sich verhandeln. Dieses Virus erzwingt bei einer bestimmten Fallzahl einfach einen Lockdown.»

Momentan sei die Inzidenz in Deutschland noch vergleichsweise niedrig. «Wenn wir jetzt einmal auf die Bremse treten würden, dann hätte das einen ganz nachhaltigen Effekt.»

Drosten beschrieb den Vorteil eines befristeten Lockdowns, der zum Beispiel auch Ausnahmen wie geöffnete Schulen machen könne: «Alle wissen von vorneherein, der ist zeitlich befristet.» Etwa drei Wochen - etwas mehr als eine Quarantänezeit brauche man aus Sicht des Wissenschaftlers dafür. «Die Inzidenz ist danach erheblich gesenkt und ist dann auch unter bestimmten Umständen auf lange Frist gesenkt».

Fast zwei Drittel der Bürger rechnen nach einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur damit, dass es wegen der stark steigenden Infektionszahlen wieder zu Schließungen von Geschäften, Restaurants oder Schulen kommen wird. Am Mittwoch berät Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder über Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus.

(dpa)

1843 neue Corona-Infektionen in Baden-Württemberg

17:10
27.10.2020
Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen in Baden-Württemberg hat sich im Vergleich zum Montag um 1843 Fälle erhöht. Insgesamt haben sich bislang mindestens 72 735 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt, wie das Landesgesundheitsamt am Dienstag (Stand: 16.00 Uhr) mitteilte. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 8 auf 1985. Als genesen gelten 52 806 Menschen - 592 mehr als am Vortag.

Landesweit liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen bei 89,9 und damit deutlich über der Schwelle von 50 für die höchste Warnstufe im Land. Am Vortag lag der Wert bei 85,5.

(dpa/lsw)

Studie zum Nachweis von Coronaviren in Kläranlagen beginnt

17:09
27.10.2020
Die Kläranlage in Konstanz ist Teil einer bundesweiten Studie zum Nachweis von Coronaviren im Abwasser. Vier Wochen lang sollen Proben in Leipzig untersucht werden, teilten die Entsorgungsbetriebe der Stadt Konstanz am Dienstag mit. Die Untersuchungen hätten am Montag begonnen. Federführend für die Studie seien das Helmholtz Institut für Umweltforschung und die Technische Universität Dresden. Ein zuverlässiger Nachweis von Coronaviren im Abwasser könnte als Frühwarnsystem für lokale Corona-Ausbrüche dienen.

(dpa/lsw)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen