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20201024134918

Merkel: Gebot der Stunde heißt Kontakte reduzieren

09:05
24.10.2020
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor dem Hintergrund deutlich steigender Corona-Infektionszahlen erneut an die Bürger appelliert, durch weniger Kontakte bei der Eindämmung der Pandemie mitzuhelfen. «Wir sind nicht machtlos gegen das Virus, unser Verhalten entscheidet, wie stark und wie schnell es sich ausbreitet. Und das Gebot der Stunde heißt für uns alle: Kontakte reduzieren. Viel weniger Menschen treffen», sagte sie in ihrem am Samstag veröffentlichten Videopodcast.

Vor einer Woche hatte die Kanzlerin an dieser Stelle in einem dramatischen Appell die Bürger zur Mithilfe aufgefordert. Die Videobotschaft hatte viele Reaktionen hervorgerufen. Eine Woche später habe sich die Pandemielage noch weiter zugespitzt, sagte Merkel. «Für mich gilt das, was ich Ihnen letzte Woche gesagt habe, noch Wort für Wort (...) Und so folgt jetzt noch einmal der Podcast vom vergangenen Samstag», so die Kanzlerin, bevor erneut die Ansprache von vergangener Woche abgespielt wird.

Darin hatte Merkel dazu aufgerufen, Kontakte außerhalb der eigenen Familie deutlich zu verringern und darum gebeten, auf Reisen und Feiern, die «nicht wirklich zwingend notwendig» sind, zu verzichten. «Bitte bleiben Sie, wenn immer möglich, zu Hause, an Ihrem Wohnort.»

(dpa)

Kneipe in Ulm überschreitet Sperrzeit

08:21
24.10.2020
In Ulm hat sich ein Gastwirt nicht an die neuen Sperrzeiten gehalten. Am frühen Samstagmorgen saßen noch mehr als 20 Gäste in der Kneipe, obwohl das Lokal bereits um 23 Uhr schließen sollte, wie die Polizei mitteilte. Die Stadt Ulm hatte zuvor angeordnet, dass Gaststätten um 23 Uhr schließen müssen. Gegen den Gastwirt wird nun wegen Ordnungswidrigkeit ermittelt.

(dpa/lsw)

Mehr als 1500 Bundespolizisten in Corona-Quarantäne

07:39
24.10.2020
Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, hat angesichts steigender Corona-Infektionszahlen an die Mitarbeiter seiner Behörde appelliert, sich im privaten Bereich besser vor Ansteckung zu schützen. In einer Videobotschaft an die Polizeibeamten sagte er am Freitag, aktuell seien 136 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet. 1574 Bundespolizisten befinden sich nach seinen Worten derzeit vorsorglich in Quarantäne.

«Wenn wir ausfallen, geht das Licht aus», mahnte Romann. Deshalb hätten alle Mitarbeiter der Bundespolizei die Pflicht, sich gesund zu erhalten, «das gilt auch im privaten Bereich». Dort seien die Risiken höher als im Dienst. «Vermeidet Infektion, auch wegen möglicher Langzeitfolgen», appellierte er an die Beamten. Zum Schluss gab er ihnen noch einen scherzhaften Rat mit: «Essen Sie jeden Tag drei Knoblauchzehen, das hilft zwar nicht unmittelbar gegen das Virus, sorgt aber dafür, dass Euch niemand zu nahe kommt.»

An diesem Wochenende hilft die Bundespolizei mit 500 Einsatzkräften in Berlin mit bei der Durchsetzung der Corona-Regeln.

(dpa)

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