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20201024082156

WHO: 80 Millionen Babys haben Polio-Impfung wegen Corona verpasst

07:38
24.10.2020
Aufgrund der Coronavirus-Pandemie haben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vermutlich 80 Millionen Babys unter einem Jahr in diesem Jahr keine Impfung gegen Polio erhalten. 2020 dürfte das schwerste Jahr sein, das die Männer und Frauen je erlebt haben, die sich weltweit für die Ausrottung der Krankheit einsetzen, berichtete die WHO zum Welt-Polio-Tag an diesem Samstag (24. Oktober).

Erst im August hatten die WHO und afrikanische Länder das Ende der von Wildtypen des Virus hervorgerufenen Infektionskrankheit auf dem afrikanischen Kontinent verkündet. So galt Polio nur noch in zwei Ländern als Problem: Afghanistan und Pakistan. Es gibt aber eine seltene, von Impfungen stammende Form von Polio, und davon gab es in diesem Jahr in einigen Ländern Ausbrüche, so die WHO, darunter im Jemen, in Sudan und Südsudan.

(dpa)

Kontaktverfolgung: Politiker fordert Konzentration auf Risikogruppen

07:28
24.10.2020
CDU-Landtagsfraktionschef Wolfgang Reinhart fordert angesichts der Überlastung der Gesundheitsämter in der Corona-Pandemie einen Kurswechsel bei der Kontaktnachverfolgung. Angesichts der Lage müsse man Prioritäten setzen und sich bei der Nachverfolgung von Corona-Infizierten und Kontaktpersonen auf schutzbedürftige Gruppen wie ältere Menschen und Risikopatienten konzentrieren, sagte Reinhart der Deutschen Presse-Agentur. «Es ist offensichtlich, dass es zunehmend nicht mehr leistbar ist, alle Infektionsketten lückenlos nachzuverfolgen», sagte er.

Die begrenzten personellen Ressourcen müssten in der Krise optimal genutzt werden. Je schwieriger eine lückenlose Nachverfolgung werde, desto stärker müsse das Augenmerk der Politik auf Kennzahlen liegen, die über die Belastung des Gesundheitssystems Auskunft geben. Neben den Infektionszahlen müsse man diese stärker in den Blick nehmen.

Gesundheitsämter kommen bei der Nachverfolgung zunehmend an ihre Grenzen. Deshalb sollen sie im Kampf gegen Corona ohnehin stärker unterstützt werden. Neben der Hilfe durch die Bundeswehr und mehr Personal der Kommunen sollen sie weiter digitalisiert werden. Das hatte die Corona-Lenkungsgruppe der Landesregierung am Donnerstag mitgeteilt.

(dpa/lsw)

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