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20201107085431
Der Lockdown light wird wirken - Markus Söder 08:52
07.11.2020

Söder: «Der Lockdown light wird wirken»

08:51
07.11.2020
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat sich zuversichtlich gezeigt, dass die derzeitigen coronabedingten Einschränkungen Wirkung zeigen. «Der Lockdown light wird wirken. Die Medizin ist bitter, aber notwendig. Ich hoffe, die Dosis reicht», sagte der CSU-Chef der «Rheinischen Post» (Samstag). Er rief die Bürger zugleich auf, «Geduld zu bewahren. Wir brauchen mindestens zwei Wochen, um den Erfolg der Maßnahmen bewerten zu können. Es wäre falsch, die Therapie frühzeitig abzubrechen.» Der Ministerpräsident betonte zugleich, Deutschland habe den «mildesten Lockdown, den es derzeit in Europa gibt».

Die Ängste der Bürger in Deutschland, sich mit dem Virus zu infizieren, sind einer Forsa-Befragung im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums zufolge gestiegen. So waren im Juni 8 Prozent sehr und 58 Prozent der Menschen etwas besorgt, sich selbst zu infizieren. Im Oktober sind 18 Prozent sehr und 67 Prozent etwas besorgt, berichtet die «Rheinische Post» unter Berufung der ihr vorliegenden Studie.

Söder erneuerte seine Forderung nach einer «coronabedingten Steuerreform». Der CSU-Chef sprach von einer «Kombination von gesenkten Unternehmenssteuern, einem marktwirtschaftlichen Modell der CO2-Bepreisung und niedrigeren Energiesteuern». Es dürfe keine Steuererhöhungen gebe. Einer Verlängerung der bis Jahresende gesenkten Mehrwertsteuer erteilte Söder eine Absage.

(dpa)

Erneut Höchststand: Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt auf 23.399

08:50
07.11.2020
Bei der Zahl erfasster Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat das Robert Koch-Institut (RKI) erneut einen Höchststand verzeichnet. Die Gesundheitsämter meldeten 23.399 neue Fälle binnen 24 Stunden. Dies geht aus Angaben des RKI vom Samstagmorgen hervor. Am Tag zuvor waren 21.506 neue Infektionen gemeldet worden - und damit erstmals mehr als 20.000. Schon an den drei vergangenen Samstagen war jeweils ein Rekord bei den Neuinfektionen erreicht worden: Der Wert lag am 31. Oktober bei 19 059, am 24. Oktober bei 14.714 und am 17. Oktober bei 7830 Fällen.

Die Zahl erfasster Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 130 auf insgesamt 11 226, wie das RKI am Samstag meldete. Schon in den vergangenen Tagen hatte die Zahl deutlich über 100 gelegen (6.11. bei 166, 5.11. bei 116, 4.11. bei 151, 3.11. bei 131.). Der insgesamt höchste Stand war Mitte April mit 315 gemeldeten Todesfällen binnen eines Tages erreicht worden.

Selbst wenn die Zahl der Neuinfektionen demnächst stagnieren sollte, ist zunächst weiter mit hohen Werten bei den Todesfällen zu rechnen, da diese im Verlauf der Erkrankung, oft erst Wochen nach der Infektion, auftreten. Die Zahl der Ansteckungen wirkt sich darum verzögert auf die Zahl der Todesfälle aus.

Noch ist eine deutliche Trendumkehr ohnehin nicht in Sicht. Bisher sei eine weitere Zunahme der Übertragungen in der Bevölkerung zu beobachten, hieß es im Lagebericht des RKI vom Freitagabend. Bis sich die Wirkung des seit Montag greifenden Teil-Lockdowns mit Schließungen etlicher Einrichtungen im November bei den Infektionszahlen zeigt, dauert es wegen der Spannen von der Ansteckung zu Symptomen, Test und Erfassung nach RKI-Angaben zwei bis drei Wochen.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 0,99 (Vortag: 0,93). Das heißt, dass zehn Infizierte im Mittel etwa zehn weitere Menschen ansteckten. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. An den drei Vortagen hatte das Sieben-Tage-R etwas mehr unter 1 gelegen, in den Tagen zuvor jeweils leicht darüber.

Insgesamt hat das RKI seit Beginn der Pandemie bundesweit 642 488 Infektionen mit Sars-CoV-2 erfasst (Stand: 7.11., 00.00 Uhr). Rund 412 000 Menschen sind den Daten zufolge bereits wieder genesen.

(dpa)

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